8. 184. Vorrichtungen zur Lebensrettung aus Seegesahr. 669
ein Ventil konnte man beliebig Wasser als Ballast eintreten lassen. Die Zweck-^iißigkeit dieser Einrichtung ist mehr als zweifelhaft.
Von Möbeln und sonstigen Schiffsgeräthcn war große Auswahl, darunter ins-besondere Tische und Betten, welche darauf berechnet waren, bei den Schwankungen^ Schiffs ihre horizontale Lage beizubehalten. Bei den schwingenden Tischen von2->dd hing eine schwere Kugel an einem in der Mitte des Tischblattcs befestigtenStäbe herab um dasselbe auf solche Weise horizontal zu halten, eine Anordnung,
die
Ucherlich sehr unpraktisch ist.
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^cchrzeuge und Vorrichtungen zur Lebensrettung aus Seegefahr.
. Einen ganz besonderen Theil der Ausstellung von Schiffen und Schiffsgeräth-Tasten bildeten die zahlreichen Vorrichtungen, um in Gefahr befindlichen Schiffen^fe zu bringen und bei Schiffbrüchcn Menschenleben zu retten.
, Außerordentlich groß war insbesondere die Zahl der ausgestellten Rettn» gs-^"e>le. egloß die Northumberländische Rettungsboot-Gesellschaft hatte 54 Modelleallen denkbaren Konstruktionen eingesandt, zum Zweck der Bewerbung nm einenHerzog von Northumberland ausgesetzten Preis von 100 Guineen. Die meisten^selben waren wirklich ausgeführten Mustern nachgebildet. Der Bericht der ge-'"a»te„ Gesellschaft über die 880 Modelle und Pläne, die im Ganzen mitbewerbendSkaten, ist jedenfalls eins der lehrreichsten Aktenstücke über diesen Theil des See-Den Preis erhielt das Boot von James Beeching in Great UarmouthjT^folk). Es hat die Form eines Wallfischbootes, als Ballast wird Wasser in eine?Mung des Bodens eingelassen; an beiden Enden hat es über Wasser luftdicht ver-lassene Räume, wodurch es sich sofort wieder ausrichten mnß, wenn die Wellen.. Umgeworfen haben. Außerdem fand das Kommittee die von H. Hinks Projek-te» Boote empfehlungswerth. Auch das Rettungsboot von I. u. E. B. Plenty^ Rcwbury und von Teasdel ist durch die Medaille ausgezeichnet worden.
^ Ein näheres Eingehen in die zahllosen Pläne und Konstruktionen für Rettungs-würde hier nicht am Platze sein.
Reben den alten und vielleicht immer noch besten Booten mit Korkfütternng be-
"hm
^ sich welche mit verschiedenen wasserdicht abgeschlossenen Räumen, theilweise
^Ue feste,, Boden, dann -Boote, deren Körper aus einem oval zusammengelegten^ luuch von wasserdichtem mit Gummi getränktem Stoss bestand, Rettungsboote" Flöße von Leder, Gutta Percha, Gummi u. s. w.
^lr erwähnen nur noch LahureS eisernes Rettungsboot, Berthons Boote,uch zusammenklappen und bequem wegstaue» lassen (beide Aussteller erhielten dieferner die Loweshofh und Uarmouth Rettungsboote, Holbroocksh ""as Boot ohne Boden u. s. w. Auch die bekannte Roy al Humanu-SocietyR> a Eisboote und überhaupt Modelle aller ihrer Geräthschasten zur Rettung aus»ssersgefahr ausgestellt.
fxj Den Uebergang zu den Apparaten für die Lebensrettung einzelner Personen lul-, Hängematten, Röcke u. s- w., die im'Fall der Noth in kleine Bogje umge-, udeft werden konnten, dann kam eine Anzahl von Schwinmignrteln, Schwimm-^ ^schuhen, Westen, Jacken, Kappen u. s. w., kurz jedes erflnnliche Kleidungsstück^esem Zwecke angepaßt worden, meistens aus doppeltem wasserdichtem Stoffseh ° s und zum Aufblasen für den Fall des Gebrauchs vorgerichtet oder auch mit^ leichten Materialien z. B. Korkschnitzeln, vulkanisirtem Kautschuck u. s. w. aus-Die bekannten steifen, runden Schwimmgürtel von A. G. Carle aus HM,