668 VIII. Klasse. Schiffe, Waffen und Ansriistmlgsgegenstänbe.
um den Raum für die einliegenden Rollen zn gewinnen; der ganze Block wird dur4kupferne, auf beiden Seiten vernietete Bolzen zusammengehalten. Auf der inneresder Rolle zugekehrten Fläche jeder Scheibe ist ein flaches Eisen eingelassen, durwdessen Mitte der Bolzen, auf dem die Rollen aufgesteckt sind, hindurchgeht. Dichflachen Eisen stehen sämmtlich so weit über die hölzernen Scheiben vor, daß ^zweiter Bolzen durchgehen kann, an welchem alsdann der Bügel und Ring WWworan der Block hängt. So wird eigentlich das ganze Gerippe des Blocks vs»Eisen gebildet; das Holz bildet den Körper, hat aber weiter nichts auszuhalichWenn auch etwas theuerer, ist diese neue Konstruktion offenbar weit solider als ^frühere; sie hat bei Deutschen Schiffbauern großen Beifall gefunden. Ein auschstellter dreischeibiger Block von der größten Sorte, ungefähr 20 Zoll Durchwegund nur 2 Centner wiegend, war mit der enormen Last von 50^ Tonnen gep^'mworden.
Brown, Lenor und Comp. hatten Blocke in außerordentlich gefälligenmen aus hämmerbarem (adoncirtcm) Gußeisen ausgestellt, eine Fabrikationsmeth^die hier Wohl nicht die nöthige Sicherheit gewähren dürfte.
vo»
K. A. Friedrichsen ausgestellt; dieselben sind etwas theurer als die gewöhnlichKonstruktion, jedoch auch sehr solid und mit äußerst geringer Zapfenreibung; siehstvielfach Eingang gefunden.
In der Konstruktion von zusammengesetzten Masten war wenig Bemerkens»'^thes ausgestellt. Nnr bei einem Mast von Jefsrey, Walsh und Comp. in Lo»"don wurden die einzelnen Theile blos durch eine besondere Art Leim, von dendern Marina »I„e genannt, zusammengehalten. Den ausgestellten Proben nach, ^z. B. ein Gewicht von 22 Tonnen erforderlich gewesen war, um aus einemvon 2 Fuß Durchmesser ein Stück loszureißen, wäre seine Adhäsivkrast allcrdi»!!sehr bedeutend. In Deutschland ward derselbe bereits vor längerer Zeit versuchtman fand es jedoch zu schwierig und unsicher, große Flächen auf diese Art zubinden, indem der Leim blos au den Stellen festhielt, wo er im Moment des 3^sammenbringens beider Flächen noch sehr heiß gewesen war. In Engls^scheint sich dessen Anwendung schon etwas mehr Bähn gebrochen zn haben und ^liegen außerordentlich günstige Berichte darüber vor. Der Marine glne wird übrigesauch zum Dichten der Fugen, insbesondere des Verdecks, gebraucht, wozu er sshpassend sein soll. Er besteht aus Kantschuck, Kohlennaphta und Schellack.
Sir W. S. Harris hatte durch Modelle den von ihm erfundenen Blißableff^für Seeschiffe zur Ausstellung gebracht, welcher in der Britischen Marine allg""^eingeführt ist und sich aufs vollkommenste bewährt hat. Harris ward durch dieVerdienstmedaille belohnt.
Für eine verbesserte Methode, die Taue und Ketten festzuhalten, erhielt Leg°Naus Frankreich die Preismedaille, sowie der Britische Lieutenannt RigmaidenEinrichtungen zur Auftakelung der Schiffe. H. Dempster aus Leith erhieltBelohnung von 20 Lstr. für die eingesandte Zeichnung eines Systems von Signalfür Kauffahrteischiffe. Vermittelst verschiedenfarbiger Flaggen, die am Mast a»sg^zogen, werden auf die einfachste Weise die Buchstaben des Alphabets, die Zahlendie Kompaßstriche telcgraphirt. E. L. Berthon ward für ein verbessertes Jnst^'"ment zur Beobachtung der Schnelligkeit des Schiffs mit der Medaille belohnt.
Ein aus Belgien eingesandtes Schiffsmodell zeigte eine Vorrichtung zurtilirung der innern Schiffsräume. Sie bestand im Wesentlichen aus Ventilator^die »eben der Brustwehr des Verdecks angebracht waren und durch Windinüh^finget, die an der Achse des Ventilators saßen, in Bewegung gesetzt wurden.
Pickington in Leeds hatte ein eisernes Kielschwein für hölzerne Schifte ^struirt, aus Dampfkeffelblech in Gestalt einer viereckigen Röhre zusammengeniell >