Band 
Erster Theil.
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671
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§. 185. Erörterungen über die Massenfabrikation. 671

Uach gon einer kaufmännischen Tendenz bei Beschickung einer Ausstellung"fit Geschützen kaum die Rede sein kann. Noch weniger fühlen sich dieseinen Regierungen veranlaßt, ihre neuesten Entdeckungen und Bew-ässerungen, z. B. im Laden von hinten, in der Anwendung gezogener^ohrc und Spitzgcschossc rc., ohne Weiteres der Oeffentlichkcit Preis^ geben; dieselben werden vielmehr in der ersten Zeit gewöhnlich alsGeheimniß bewahrt.

Dagegen ließ sich voraussehen, daß die Ausstellung von Hand-llUerwaffen so vollständig, lehrreich und interessant werden würde, alsthatsächlich der Fall war. Es betrifft dies eine Industrie, welche^bitweise, soweit der Massenbedarf der Armeen im Spiel ist, von denAogierungen selbst oder unter ihrer unmittelbaren Leitung betriebentheils in den Händen der Privaten ist und die sich dabei ihrer^tur nach sowohl für die größere Fabrikation in geschlossenen Etablisse-'^nts als für den Einzelbetrieb durch kleinere Gcwcrke, HandwerkerKünstler eignet. In diesem Organismus ihrer Industrie sowohl^ in der Konstruktion, der Wirkungsweise und der ungemeincn Ber-eitung der Waffe liegt ein so starker Sporn zum steten Fortschreiten,^ie er bei wenigen Gewerben gegeben ist. Einen Nester davon bildene zahllosen, zum Theil sehr grundsatzlos durchgeführten NeuerungenUnd Veränderungen, denen fortwährend sowohl die Systeme als dieKonstruktionen der Theile des Gewehrs unterworfen werden; in einzel-'^u Ausführungen wenigstens ist der Fortschritt bereits nach allendenkbaren Richtungen hin anticipirt.

Mit Ausnahme einiger halbcivilisirten oder wilden Nationen (z. B.^ Afrika, dem hohen Norden von Amerika, Kleinasien ) ist das Stcin-^lvßgewehr jetzt vollständig durch das Pcrkussionsgewchr verdrängt.

Konstruktion desselben dürfen wir als allgemein bekannt voraus-llhen. Die ersten reellen Versuche mit dieser Zündmethode wurden^on gegen Anfang dieses Jahrhunderts gemacht, veranlaßt durch die^utdeckung des chlorsauren Kalis durch Bcrtholct. Bereits 1807 erhielt"^syth aus Birmingham das erste Patent auf ein Pcrkusfionsschloß^ brachte große Opfer für die Verbreitung dieses Systems. Im-fahr ^20 erhielt Deboubcrt in Frankreich ein Patent auf Kupfer-.A^chen, und Blumcnstein in Preußen auf Perkussions-Schlagröhren,^ welche die Zündmasse eingeschlossen ward, während man früher die^udung durch die Erplosion einiger losen Körner von Knallpulverotverkstelligte. Mit der Erfindung Deboubcrt's (nach Anderen Ho-^urd's) und dem gleichzeitigen Uebergang von chlorsaurcm Kali, dasGewehrtheile zu sehr angriff, auf Knallguecksilber als Zündmasse,dem Vordringen der Perkussionsmethode vollständige Bahn gebro-Schon 1825 begannen einzelne Regierungen mit Perkussions-gewehren Versuche anzustellen. In England fing man 1830 damit an.Äschen 1825 bis 1840 ging der Uebergang der Privat-Jagdwaffen