tz76 äUII. Klaffe. Schiffe, Waffen und Ansrüstungsgegenstände.
Läufe bei Jnfanteriegewehren praktisch gelöst ist. Von Abänderung^dieses und der früher genannten Gewehrsysteme wird späterhin bei dckBeschreibung der ausgestellten Gegenstände die Rede sein.
Auster dem Zündnadelgewehr ist das Laden von hinten nur nombei dem Norwegischen Perkussionsgewehr für den Militairgebraucßpraktisch durchgeführt worden; wir erwähnen desselben später.
So genügend die Ausstellung übrigens vom Standpunkt der Wassentechnik erscheint, indem alle nur denkbaren Systeme und Konstnmtionen vertreten waren, so fanden sich doch vom kaufmännisch^Gesichtspunkte aus einige wesentliche Lücken. Dies rührte zunächst v§§der mangelhaften Vertretung der Birminghamcr Waffen-Industrie hcaDie meisten und namentlich alle civilisirten Staaten haben die Anst'^tigung von Feuerwaffen sowohl für Militair- als Privatgebrauch ^größerem Maßstabe auf ihr eigenes Gebiet verpflanzt. Zu einer gr»^artigen Industrie, die über die Bedürfnisse des eigenen Landes hinausgeht und alle übrigen Staaten mit dem fehlenden Bedarfe versieht, Haisich die Schiestwaffcnfabrikation nur an zwei Punkten entwickelt, nä»slich in Lüttich und Birmingham . Indem beide in Feuerwaffen ^einzigen Konkurrenten auf dem Weltmarkt sind, wäre eine Vergleichuäßder Preise, Güte und Schönheit der beiderseitigen kurrenten Fabrikatvon allgemeinem Interesse gewesen. Während aber die Ausstelln»!!von Lüttich in jeder Beziehung den besten Anhaltpunkt dazu bot, w<»'die Birminghamer Industrie fast ausschließlich durch Luruswaffen veNtreten, die doch dort wie in Lüttich den unbedeutenderen Theil dlleigentlichen Großfabrikation ausmachen und worauf sich eine Vergibchung der Preise und der allgemeinen Leistungen überhaupt nicht bastr^läßt. Die Schwierigkeit, Kenntniß von den Englischen Preisen zu ^langen, machte jede genauere Vergleichung vollends unmöglich. We»§es aber hier auch nicht durch Zahlen konstatirt werden kann, so blc>^es nichts destoweniger Thatsache, daß Birmingham der KonkurrenzLüttich nicht vollständig gewachsen ist. In den ganz ordinairen Ha»^dels- und Kriegswaffen ist das Uebergewicht Lüttichs weniger fühlbar!es tritt aber stufenweise immer mehr hervor, wie die Ansprüche a»Güte oder Schönheit steigen. Bei gleichen Leistungen hat Birmingham stets höhere Preise, als Lüttich . Höherer Arbeitslohn und gering^artistische Ausbildung der Arbeiter mögen zunächst die Ursache dMvon sein.
Was die zweite Unterabtheilung, die blanken Waffen betriffso war auch hierin, wie vorauszusehen, die Ausstellung sehr vollständig'obgleich sie dem mechanischen Talente weit weniger Spielraum biete»'als die Feuerwaffe.
Vom kaufmännischen Gesichtspunkte betrachtet, bestand indeß ^gleiche Lücke, die wir oben bei den Feuerwaffen vorfanden. Eine ga»»analoge Stellung nämlich, wie Lüttich und Birmingham in Bezug am