§. 187. Britische blanke Waffen.
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Musketen und überhaupt Waffen für den Militairgebrauch waren namentlichvon Parker, Field und Söhne, sowie von Geomans und Söhne in Lvn-ausgestellt. Bei den meisten derselbe«, namentlich den für den Gebrauch der2lrmee in Indien bestimmten, waren die Läufe nebst der Tülle des Bajonetts bru-">rt und nur die Klinge blank. Keines der Gewehre erreichte übrigens die Schön-h«t und Zweckmäßigkeit unserer Jnfanteriegewehre; besonders plump waren die Ein-richtungen zum Aufsetzen der Faschinenmeffer bei den Gewehren der Ostindischen^iineure. Als ein lächerlicher Versuch ist das fast 4 Fuß lange dünne Bajonett von^avsz London zu erwähnen, welches zugleich als Ladestock dienen soll.
Die Ausstellung zeigte übrigens, daß, wie schon früher erwähnt, bei manchenVölkerschaften und Stämmen, z. B. den Jägern der Hudsonsbai, den Malaien re.^rs alte Steinschloß noch keineswegs durch die Perkussionsmethode verdrängt ist; eswerden vielmehr diese Gewehre alter Konstruktion noch immer in nicht unbedeutenderbahl in Birmingham angefertigt, sowie wir dies auch bei Lüttich finden.
Zuletzt ist noch der Gewehre von L bis 3 Zoll Kaliber zu erwähnen, welche'"an neuerdings mit großen Vortheil anwendet, um die Harpunen nach den Wall-achen zu schlendern, was früher mit geringerer Sicherheit und mit persönlicher Ge-ffhr für den Harpunier aus freier Hand bewerkstelligt ward. Diese Geschosse sindihrem Schwerpunkt auf einem Gestell mittelst eines Kugelcharniers befestigt, dasBewegungen nach allen Seiten hin gestattet. W. Greener hatte hierin das besteGleistet.
Die ausgestellten Zündhütchen boten im Wesentlichen nichts Bemerkenswerthes^»r, sowie denn überhaupt diese Fabrikation in Deutschland und Belgien weiter aus-bildet ist, wie in England. Die Hütchen für Lurusgewehre waren sämmtlich feingerippt und zum Theil versilbert oder vergoldet. Die schönsten waren aus den Fa-lken von W. und C. Eley in London und S. Walker und Comp. in Bir-mingham . Ein Theil derselben hatte die Zündmasse zum Schutz gegen Feuchtigkeit"ut dünnen Kupferplättchen bedeckt; der größte Theil war jedoch blos gefirnißt.
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Britische blanke Waffen.
Von blanken Waffen war, wie schon Eingangs erwähnt worden, weniger"^gestellt, als sich bei der außerordentlichen Ausdehnung der Birminghamer Waffen-l^brikation hätte erwarten lassen.
Das schönste Schwert im Englischen Theile der Ausstellung war von Wil -fflon und Sohn in London . Die Klinge von damascirtem Stahl war Pracht-°ll verziert in Gold aus blauem Grunde, der Griff von Gold, die Scheide von" hem Sammt mit dickem goldenem Astwerk, worin 104 Edelsteine eingefügt waren,vn der etwas steifen Zeichnung des Astwerks abgesehen, war die ganze Arbeit ein^klstexstück in Geschmack und Ausführung. Außerdem hatte Wilkinson ausgestellt:chrere hochländische Claymore, kopirt von ächten Andrea Ferrara's. Auch die^ästmäßigen Seitengewehre der Britischen Armee und Marine hatte Wilkinson^gestellt. Interessant war noch die Darstellung der Fabrikation des Schwertes in- ^ Stadien der Bearbeitung, vom Schwedischen Stabeisen an, woraus der Guß-E dazu dargestellt wird, bis zur fertigen polirten und montirten Waffe.
R. Mole, sowie Reeves, Greaves und Comp. aus Birmingham Ver-ben gleich ehrenvolle Erwähnung, wie Wilkinson, namentlich ein prachtvoller^nieluckensübel aus der Fabrik des Ersteren, welcher auch eine Sammlung der