§. 190. Veremsländische blanke Waffen.
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wird
„ und z. B. in Paris höher, wie in Solingen , und bis zur höchsten Stuft desurus ausgebildet worden ist. Zu bemerken ist noch, daß wo in den übrigen Theilen^ Zollvereins die Anfertigung von Waffen stattfindet, dieselbe sich fast ausschließlichden Bezug von Solinger Klingen stützt.
Obgleich nur durch wenige Fabrikanten, so war doch die Solinger Industrie"l der Ausstellung vollständig nach allen Richtungen hin vertreten, welche dort""sgebentet werden'
Die beiden Häuser Schnitzler und Kirschbaum und A. und E- Höller^Üen sich in dieser Beziehung großes Verdienst erworben. Die Ersteren hatten ins-besondere eine sehr große Anzahl Klingen und montirter Säbel und Degen ausge-
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"d nebst den Handelswaffen für den Erport den eigentlichen Schwerpunkt der So-"ger Fabrikation bilden, da die reinen Lurnswaffen, gerade wie bei Birmingham ,'fhr Nebensache sind, wiewohl ihre Anfertigung in den letzten Jahren zunimmt.
die ausgezeichneten und preiswürdigen Lieferungen des erwähnten Hauses sprichtshl nichts mehr, als der Umstand, daß sie seit fast 40 Jahren zu den Hauptliefe-"»ten für die Königl. Preußische Armee gehören, wo die Waffen strengeren ProbenZerworfen werden, als vielleicht in irgend einem Staate. Den gewöhnlichen Preu-^!>hen Kavalleriesäbeln möchten nicht viele der in der Ausstellung anderer Länder"handenen theueren Lurnswaffen Stich halten. Uebrigens hatten die Aussteller^ch eine große Zahl schön und geschmackvoll vergoldeter Klingen ihre Meisterschaft^ch nach dieser Richtung hin bekundet.
.. Die Ausstellung von A. und E. Höller umfaßte mit gleicher Vollständigkeit.fE ganze Solinger Waffenfabrikation, und bildete eine Mnsterkarte aller bei den civi-'lüüe,, bej den wilden Völkern beliebten Formen, von dem Französischen Hof-"Nn an bis zu dem Mamelucken- oder Barbarensäbel. In Betreff der LurnswaffenKlient diese Ausstellung noch ganz besonderer Erwähnung, indem sie zeigte, wasklingen neuerdings auch hierin leistet.
Von Damascenerklingen, worunter welche von sogenanntem Silberdamast, waren"schiedene Stücke, mit und ohne Goldverzierung von 10 Rthlr. an bis herauf zu^0 Rthlr. ausgestellt. Das schönste Stück aber war ein Ehrensäbel in Etui, Da-^»scenerklinge in Mameluckenform zum Eisenhauen, mit Relieffiguren in Silber undauf blauem Grunde; die Scheide von Karmoisinsammt mit drei Stück Be-lügen in getriebener Arbeit und schwer vergoldet. Diese Waffe reihte sich demschönsten an, was die Ausstellung in dieser Art enthielt, und war der Preis von^0 Rthlr. verhältnismäßig billig. Ein antiker Galladegen im Preise von L50 Rthlr.Esdiente gleiches Lob. Der stählerne Griff, prachtvoll ciselirt und in Gold und.^ber ausgelegt, war übrigens nicht in Solingen gearbeitet, sondern rührte vonEb>em alten Italienischen Meister her.
Die Arbeiten von Schmolz und Comp. in Solingen und Berlin verdienenZufalls ehrenvoller Erwähnung, wenn auch ihre Ausstellung weniger umfangreichAuch Henckels hatte einige schöne Klingen geliefert.
^ Es muß übrigens erwähnt werden, daß mehrere bedeutende Häuser Solingenshken Vorsatz zur Beschickung der Waffenausstellnng aus dem Grunde aufgegeben^k», weil das Anheften der Preise untersagt war.
Von den übrigen Gegenden des Zollvereins haben wir hier noch Württembergs^ "wähnen. Die Ausstellung von Gebrüder Dittmar in Heilbronn , eine voll-^»ndige Sammlung von Waidmessern, Hirschfängern und Dolchen, war ganz unüber-j fflich. Der feinste Geschmack und die vollendetste Ausführung gingen dabei HandHand. Vor Allem zeichnete sich aus: ein Hirschfänger mit einem reizend gezeich-Jagdstücke in erhabener Vergoldung auf blauem Grunde, der Knebel mit Re-^"zierungen in Silber, der Griff von Elfenbein mit braunem Grunde «ud erhaben
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