Band 
Erster Theil.
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ggo VI9- Klasse. Schiffe, Waffen und Ausrüstungsgegenstände.

geschnitzten Figuren. In diesem Genre hatte die Ausstellung nicht viel Schönesauszuweisen. Die Zeichnungen waren von dem ausgezeichneten Künstler H""Läppte in Heilbronn .

Auch G. H. Kohl aus Stuttgart hatte schöne Lu.ruswaffen geliefert; darUlü"besonders einen reich vergoldeten Ehrensäbel zu 180 Gulden.

§. 191.

Norddeutschland.

Aus Norddeutschland war nur eine sehr geringe Zahl Waffen eingesandt; ^werden dort auch nirgendwo im Großen oder fabrikmäßig angefertigt, einendes Militairbedarfs ausgenommen.

Ein Doppelgewehr von I. Schmidt aus Güstrow in Mecklenburg imvon WO Rthlr. verdient an erster Stelle hervorgehoben zu werden, wegen geschnü"fvoller und eleganter Ausführung; daneben eine Büchse mit Gnßstahllaus für ru»d'oder spitze Geschosse im Preise von 90 Rthlr.; ihm wurde ehrenvolle Erwähnt»'"zuerkannt. ^

Außerdem sind hervorzuheben die Lurusgewehre und Pistolen von C. D. TaN»'in Hannover und die Büchsen von C. A. Fischer in Lübeck .

K. 192.Belgien .

Die Belgische Ausstellung von Feuerwaffen war eine der vollständigste» »getreusten Darstellungen des Unifangs und der Ausbildung eines Industriezweigs'den irgend ein Land und irgend ein Gewerbe nach dem Hyde-Park geliefert ha»Von den ordinairsten Handelswaffen an bis zum theuersten Lurusgewehr war hierganze Lütticher Industrie nach allen ihren Richtungen hin vor dem Auge des -2schauerS ausgebreitet. Die Lütticher Ausstellung von Feuerwaffen hatte ihr Seit»stück in der Solinger Ausstellung von blanken Waffen. Hier war auf den er!Blick zu sehen, daß großartige, vielseitige, für den Weltmarkt arbeitende Jndustr»vertreten waren. .

Die Massenfabrikation von Lüttich begann ihre Entwickelung in der er!Hälfte des vorigen Jahrhunderts; damals schon wurden Lütticher Arbeiter vieiwnach andern Ländern berufen. Bei Gründung der Potsdamer Gewehrfabrik im 3"»1788 wurden solche Arbeiter von der Preußischen Regierung herangezogen und d"selben besondere Gerechtsame verliehen. In der großen Luruswaffenfabrik in E»sailles, die zur Zeit der ersten Französischen Revolution aufgehoben ward, bestesgleichfalls der größte Theil der Arbeiter aus Lüttichern. Die Rückkehr dieser ^beiter nach ihrem Vaterland verpflanzte dorthin die Kunst und den feinen Gesch»'" /wodurch sich Frankreich von jeher in der Anfertigung der Waffen ausgezeichnetund worin es auch jetzt noch nicht von Belgien übertreffen wird. Dieses Ereign'hatte jedenfalls einen großen Einfluß auf die Lütticher Massenfabrikation, denndem Zeitpunkte der Französischen Revolution beginnt eigentlich erst ihre großart'gf..Entwickelung, worin sie unausgesetzt bis zu unserer Zeit vorangeschritten ist- ^ .durch die kriegerischen Ereignisse von 1793 bis 1815 vermehrte Massenbedarf »wohl nur einen geringeren Einfluß geübt, denn die Fabrikation von Militairwaflin Lüttich datirt erst aus den Zeiten des Kaiserreichs, wo Napoleon dort einefabrik errichten ließ. Dieselbe ging später mit dem Lande an Holland über, das

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