Band 
Erster Theil.
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710
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710 VIII. Klasse. Schiffe, Waffen und Ausrüstungsgegenstände.

dische Eisen zn Geschützen eignet; Preußen z. B. bezieht fast alle Festungsgeschütz?aus Schweden , wo man es überhaupt seit laugen Zeiten in der Geschützgießerei Z"einer hohen Stnfe der Ausbildung gebracht hat; der vorerwähnte Aussteller hathierum ein ganz besonderes Verdienst.

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VI. Türkei und Persien .

Aus der Türkei

waren mehrere sehr prachtvolle Waffen eingeliefert^ darunter insbesondere einig?lange Pistolen in der in jenem Lande beliebten Form, welche auch jetzt noch häufignachgeahmt wird. Besonders geschmackvoll war der Beschlag der Kolben in getri?^benem Silber mit Gold ausgelegt. Die älteren Pistolen hatten sehr lang gestreckt?und nur wenig zurückgebogeue Kolben, mitunter ganz vergoldet, mit ganzer Schäftungund sehr breiten silbernen oder goldenen Mundringeu, die übergeschoben werden-Alle Gewehre uud Pistolen hatten Steinschlösser, wie sie in der Türkei noch fastausschließlich im Gebrauch sind. Die Läuse waren zum Theil von äußerst sein?»'schönen Damast, wie ihn zur Zeit höchstens die Lütticher übertreffen. Mehrere alt?Gewehre zeichneten sich durch reichen Beschlag von Gold- und Silberblechen aus-Als Kuriosität ist noch eines damascirten Kanonenrohrs zu erwähnen, sechszehw'kantig, ungefähr 6 Fuß lang und 3<Zoll Kaliber. Die Schildzapfen müssen sein?Anfertigung ganz besonders schwierig gemacht haben. Der Damast war ein grobesImmiuotto turc, dessen Zeichnung durch starke Aetzung in rauhen Rippen hervortrat-

Aus Persien

waren zwei lange Steinschloßflinten ausgestellt, mit damascirten Läufen, die durchsechs Ringe von Silber- oder Goldblech auf dem Schaft befestigt werden. D??Läufe waren stark geätzt, wie dies überhaupt bei allen Asiatischen Waffen vorkonimt-Mehrere Sarazenensäbel mit silbernen Griffen waren auch recht kunstvoll gearbeitet,in der gewöhnlichen morgenländischen Form, ohne Heft oder Knebel, und der Grillbis weit über den Rücken der Klinge fortgesetzt.

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VII. Amerikanische Waffen.

Zum Schluß haben wir der Amerikanischen Ausstellung zu erwähnen, welch?sich indeß bis auf zwei schöne Büchsen von W. R. Palmer aus New-York einige Militairgewehre von Robb ins u. Lawrence in Wiudsor, Vermont , cinMauf eine große Zähl der sogenannten Amerikanischen Pistolen beschränkte, welche v?nSamuel Colt aus Hartford^ Connecticut , einem der Hauptfabrikanten in dies??Spezialität, angefertigt waren. Diese Pistolen sind darauf eingerichtet, fünf bis s??^Schüsse hintereinander abgeben zu können. Die Pulverkammern liegen hierbei in einen?Tambour vvn bis 2 Zoll Länge und etwa 2 Zoll Durchmesser, und treten nachund nach durch die successiven Drehungen des Tambours in die Verlängerung d?^feststehenden gemeinschaftlichen Laufes ein. Die Zündung geschieht durch Perkussionin der Richtung der Seelenachse; beim Aufziehen rückt die nächste Pulverkammer >ndie Verlängerung des Laufs. Die Ladungen werden nach und nach in die zur S?ü?des Laufes liegenden, nach vorne offenen Kammern gebracht und hierauf der Ta»n