Band 
Erster Theil.
Seite
709
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198 u. 199. Portugiesische, Russische u. Schwedische Waffen. 709

K. 198.

Portugal

hatte mehrere, zum Theil alte Gewehre aus dem Königlichen Arsenal eingesandt.Dieselben waren meist in den Schlössern und den anliegenden Theilen mit großer^°rgfalt und selbst mit Eleganz gearbeitet und mit Gold ausgelegt, wogegen Kolben""d Lauf höchst vernachlässigt erschienen. Nur ein Gewehr war auf Perkussion ein-ßencht^. ein anderes hatte die Schlösser im Kolbenhals verborgen.

Auch ein prächtiges Schwert, dem Marquis von Beresford in den Peuiusular-^tegen verehrt, mit goldenem Griff und Scheide, war in der Portugiesischen Ab-chkilung ausgestellt. Auf der Scheide waren in Basreliefs die Heldenthaten des^°rds dargestellt.

K. 199.

V. Rußland und Schweden .

Rußland

h'ffte eine Anzahl von Seitengewehren aus der Kaiserlichen Waffenfabrik von Zla-^°ust zur Ausstellung gebracht. Die Klingenfabrikation ist gegen Ende des ver-teilen Jahrhunderts durch Solinger Arbeiter, die die Regierung ins Land rief,""ch Rußland verpflanzt worden und wird namentlich in verschiedenen Kaiserlichentrkflätten >>u Großen betrieben, zunächst für die Bedürfnisse der Armee. Es kann^Age„s durchaus nicht gesagt werden, daß die ausgestellten Waffen an die Solin -^ Fabrikation erinnerten. Für bedeutend höhere Preise war hier im Gegentheil^ an Güte sowohl als insbesondere in der äußeren Ausführung weit zurückstehen-^ Fabrikat geliefert. Die gewöhnlichen Husaren- und Dragonersäbel kosteten über^lhlr., Kosackensäbel 6 Rthlr. Am schönsten waren noch die Kosacken-Offiziersäbel,7"hsshka genannt, mit Damascenerklingen in Preisen bis zu 50 Rthlr. Außer derZierlichen Fabrik hatten nur sehr wenige Privaten die Ausstellung beschickt. Dasdavon war ein Shashkasäbel von Khan,off aus Nord-Dagestan im Preise62 Rthlr.

Bon Feuerwaffen war noch weniger ausgestellt. Auf eine Kaukasische Büchse^ Shah-Wedi-Ogli aus Coabätchin im Gouvernement Derbent z»m Preise^°N 187 Rthlr. war sehr viel Mühe und Arbeit verwendet, jedoch die Ausführung^ tveitem nicht so vollendet als bei unseren gewöhnlichen Gewehren, die zur Hälfte" dr einem Drittel dieses Preises verkauft werden.

Einige Bomben aus der Kaiserlichen Geschützgießerei im Gouvernement Olonetzdienen ihres reinen Gusses halber Erwähnung.

Im Allgemeinen zeigte die Russische Waffenansstellung einen weiten Abstandden Leistungen der größeren industriellen Natione^.

Aus Schweden

^ben wir einer vorzüglich gegossenen ?2pfündigen eisernen Bombcnkanone, zum Ladenhinten eingerichtet, zu erwähnen, welche der verdiente Baron v. Wahrend« rf^ Dkariefred eingesandt hatte. Die Berschlußmethode war die unter dem Namen^ Warendorfschen bekannte. Wie man diesen Verschluß gegenwärtig in der An-^"dnng für gezogene Kanonen in Preußen modisizirt hat, ist derselbe als bedeutend"vollkonnnnet zu betrachten. Bekannt ist überdies, wie vorzüglich sich das Schwe-