§. 205. Die Britischen Geräthe im Allgemeinen. 721
denen Ländern zerstreut. Beschreibungen ohne Zeichnungen vermögen beiSu,ammengesetztcn Mechanismen kein deutliches Bild zu geben, am we-nigsten, wenn sie kurz sein sollen, weshalb hier nur das Wesentlichejedes Geruches angegeben werden kann. H Eine Erleichterung gewährtübrigens der Umstand, daß ein und dasselbe Geräth häufig mehrfach,es von dem nämlichen Versertiger, sei es von mehreren, vorgezeigtWorden ist, mit Verschiedenheiten, die zwar nicht unerheblich sind, aberd^ch nicht die nämliche Wichtigkeit haben, wie das, was den einzelnenStücken gemeinschaftlich ist. Hierdurch wird es rathsam, jede Art vonbrächen erst im Allgemeinen zu betrachten, die Hauptformm gruppen-weise zu ordnen und dann nur einzelne vorzügliche Stücke zur nament-,'chm Anführung herauszuheben.
, ') Die einzelnen Gegenstände, die jeder Aussteller einsendete, sind theils gar
^cht, theils uicht auf eine gleichförmige und verständliche Weise bezeichnet, weshalb
sich nur an die allgemeine Nummer des Ausstellers im Kataloge halten kann-Der Verfasser hat sie nur für die Aegyptischen und Ostindischen Geräthe"^gesucht und erhalten, die aber lediglich geschichtlichen Werth haben und daherMr Übergängen werden.
3) Der Verfasser dieses Berichtes konnte überdies erst in der Mitte Juli ein-nistn. Die Besprechungen des Preisgerichtes (Jury) für diese Klasse waren damalsschon geschlossen, es fand nur noch eine einzige Schlußsitzung Statt und einige Ver-suche blieben noch auf dem Felde anzustellen. Der Verfasser entbehrte daher denbuchst schätzbaren Beistand, den ihm die Theilnahme an den Verhandlungen der^ury gewährt haben würde, und es stand ihm überhaupt nur eine im Verhältnißju der Größe der Ausstellung kurze Zeit zu Gebote. Der Report des Vorsitzendenst Jury über die IX. Klasse, PH.Pnsey, 67 Seiten 8^, ist dem Verfasser des gegen-wärtige,, Berichtes noch vor dem Abdrucke desselben zugekommen und hat noch be-rücksichtigt werden können. Pusey bemerkt von den neueren Fortschritten des land-strlhschaftlichen Maschinenwesens, daß sie bei einer Anzahl der wichtigsten Ver-achtungen fast die Hälfte der Arbeitskraft ersparen, daß im Vergleich mit den in"Uderen Zweigen des GewerbfleißeS angewendeten Maschinen die landwirthschastlichenststk weniger kostbar seien und daß sie den Bodenertrag weniger von der Ungunst deröstckterung abhängig mache», ihn also sicherer stellen. Er fügt aber hinzu, daß dieZuwendung mancher neuer Geräthe auch neue Bewirthschaftuugsmethoden erheische^ eine Aufforderung an den Landwirth darbiete, nicht bei dem herkömmlichen^fahren stehen zu bleiben. — In Hunt's schätzbarem Haullboolc to tke okticial^taIvAue8, I., 180 — 326, sind die Englischen Gegenstände von Professor Wilson" wie,,, guten Ueberblicke abgehandelt, die Ausländischen sehr kurz.
§. 205 .
Die Britischen Geräthe im Allgemeinen.
Zufolge der in Großbritannien überall durchgreifenden Arbeitsthei-haben sich große Fabriken gebildet, die fast ausschließlich land-^'thschaM^ Maschinen und Werkzeuge verfertigen. Zu jenen gehört^uerlich auch die Dampfmaschine, soweit sie nämlich für die Zwecke^ Landwirthes besonders eingerichtet wird. Als die bedeutenderen,I. 46