Band 
Erster Theil.
Seite
736
JPEG-Download
 

736 H Klasse. Landwn'chschaftllche Geräthe.

furchenpflug desselben Urhebers (18 Rthlr.), der Pommersche Schwingpflug, derMecklenburger Haken und die Preußische Zoche.

Aus Darm stcidt, durch den landwirthschaftlichen Verein der Hessischen ProvinzStarkenburg eingesendet (Großherzogthym Hessen Nr. 13). erscheint das Modell desverbesserten Pfluges der Bergstraße. Dieser von B end er in Darmstadt ausgeführtPflug, dem in Heidelberg verfertigten ähnlich, eine Verbindung des Schwerzischr"mit dem älteren Bergstraßenpflug, ist ohne Zweifel zu den besten zu zählen.

Z. 210.

Französische Pflüge.

L. Lebert zu kont-sous-kallaräon, Dop. Luve et I-oir«, Nr. 569, stellteinen guten Pflug auf, dem auch eine Preismedaille zu Theil wurde. Der KörP^hat im Allgemeinen das Gepräge des Brabanter, das gut gewölbte Streichbrettverhältnismäßig kurz,'steil aufsteigend und hoch, das Messer an der Landseite desPstugbaums angeschraubt, 3 Sterzen sind an dem letzteren angesetzt und eine zweitSäule (nämlich hinter der Griessäule) geht von dem Baume an das Haupt herab-Dieser Pflug hat ein eisernes Radgestelle, auf dem die Unterlage des Pflugbaumeszwischen 2 Säulen höher oder niedriger zu stellen ist (Pfluggalgen). Das Cige"'thümlichste besteht in einer Vorrichtung, die den Pstüger in den Stand setzt, vo"seiner Stelle bei den Sterzen aus mit einem Handgriffe zu bewirken, daß der Psttömehr oder weniger tief eindringt, indem nämlich der Pflugbaum auf seiner Uute^läge vorwärts oder rückwärts gelegt werden kann. Es ist zn diesem Behufe auf dOoberen Seite des Pflugbaums eine verschiebbare Stange, mit deren vorderemder an der Anspannungskette befestigte Ring zusammenhängt. Jene Stange ümit einer langen Schraube verbunden, deren Mutter auf einem eisernen Geste"über den Sterzen festsitzt. Durch eine Handhabe am Hinteren Ende der Schraube""stanze wird diese in der Muttter gedreht und dadurch die vordere Stange mit de>"Ringe zurückgezogen oder nach vorne geschoben, also der ganze Pflug weiter nachhinten oder vorne gerückt, womit bekanntlich die Richtung der Schaar in den Bode"sich verändert. Diesen Zweck hat man auf mancherlei andere Arten zu erreichen g''sucht, z. B. durch Brechen des Pflugbaums in 2 Theile, die mit einem Gelenk vO"bunden sind, bei dem sogenannten »mischen Pfluge. Die hier beschriebene CinriM"tung scheint ganz zweckmäßig, nur ist sie etwas kostbar.

Der Pflug Talbot, vorgeführt von den Gebrüder» Talbot zn Mennetr"Salon bei Bourges im Departement Eher (Nr. 1028), mit eisernem Radgesteüst3 Streichbrettern verschiedener Form zum Abwechseln, einer Pressionsschraube u"einem Schieber zur Regulirung der Furchenbreite, ist ebenfalls der Preismedal"

werth geachtet worden.

Der Pflug Andrö-Jeän, von Andre und Graf Bronno Bronski a"St. Selve bei Bordeaux geliefert (Nr. 1054), fällt durch ein ungemein schwer'Radgestell auf. Der viereckige höhere Rahm liegt auf dem hohen Schemel und w>rstatt einer Kette mit einer Schraube auf demselben gestellt.

I. Bodin von Rennes (Nr. 428), ein stark und zweckmäßig gebauter SchwiEPflug, dem von Dombasle angegebenen ähnlich, und ein Wechsel- oder KehrpstEZwei eiserne Streichbretter, nach verschiedenen Seiten umwerfend und gut gewK 'auch mit Schaaren versehen, sitzen unmittelbar aus einander und können umdurch die halbe Höhe derselben gehende wagrechte Achse gedreht werden.eine Furche gezogen ist, schlägt man die Streichbretter herum, indem man den Pst"auf der Schaarspitze ruhen läßt und hinten hebt. Das jedesmal nicht wirkende ober