742 IX. Klasse. Landwirtschaftliche Geräthe.
die Horizontalstangen und mit ihnen die arbeitenden Eisen durch Gewichte in denBoden gedrückt. Eben so leicht ist es, durch Drehen eines anderen Hebels das ga»^an dem Radgestelle hängende Gerüst etwas rechts oder links zn rücken, wenn etw»die Pflanzenreihen die gerade Linie verlassen. Dies ist die sogenannte Steuerung«teeraze. Was die Gestalt der Eisen betrifft, so sind es entweder horizontale, schi^vorwärts gegen den freien Zwischenranm gerichtete Messer, oder breite stäche Sch»»'ren mit einer sehr stnmpfcn Spitze. Dieselben brauchen nicht alle in einer Querreihczn stehen, vielmehr kann man einige vorne, andere hinten anbringen und verschiedetKombinationen wählen, z. B. bei Abständen von 14 bis 19 Engl. Zoll 2 einwarfgekehrte Messer und in der Mitte zwischen ihnen eine Schaar. Die Messer sind vo»Stahl. Auf jeder Seite steht ein großes Rad. Auch Getraide, wenn es noch nie'drig ist, kann mit dieser Maschine behackt werden, wofern nur die Abstände ttich^unter 7 Engl. Zollen betragen. Wir haben (auf dem Gnte des Herrn Ph. Puscyljunge Weißrübcn behacken sehen. Die Mefferstangen standen nnr etwa 3- Engl . 3^auseinander, die Blättchen wurden gebogen, aber die Pflanzen nicht beschädigt.bearbeitet in einem Tage 10—15 Acres mit einer» Pferde, einem Mann hinter derHacke und einem jungen Burschen bei dem Pferde. Preis je nach der Grö^14—20Lstr. Die Maschine für 14 Lstr. ist zwischen den Rädern 4^ Fuß breit undkann zu 0 Pflanzenreihen von 9 Zoll Abstand, zu 4 Reihen von 12^ Zoll, zu 3 undzn 2 Reihen von 27 Zoll Entfernung eingerichtet werden. Eine Breite von 64Fuß kostet 17 Lstr., bei 7^ Fuß ist der Preis 20 Lstr. Dafür erhält man, ur»uöthigenfalls 11 Reihen behacken zn können, 22 Stangen und stählerne Eisen voU
4 Zoll, 14 von 7 Zoll, 6 halbkreisförmige Schaaren und 2 Fnrchenhacken. PlbPnsey bemerkt in einem Aufsätze über diese Pferdestärke, daß seines Erachtens a»ieinem Gnte von 400 Acres ihr Ankaufspreis schon im ersten Jahre erspart werde»könne. Dieselbe verdient daher gewiß auch in Deutschland beachtet zn werden. iDt2 Pferden, 1 Mann und 1 Knaben können täglich 10 Acres behackt werden für u>ugefähr 10 Sch., die Handbehackung kostet doppelt soviel.
Nr. 216. Mich. Coleman, Chclmsford. Sein Werkzeug trägt den NaUN»patent elr»A Imrrmv anä »earilrer und hat die Preismcdaille erhalte», ist anch sch»!'vielfältig in Gebrauch. Daß 2 Reihen breiter flacher Schaaren, an gekrümmten a»ststeigenden eisernen Stangen aufgeschoben, hintereinander stehen, zu 4 und 3 oder 3und 2, ist nichts Neues, wohl aber die einfache Art, dieselben insgesammt mit eine»'Hebel ans dem Lande zu heben. Die Schaarstangen sind mit Bolzen in dem eise''»en Gestelle festgehalten und können sich in demselben etwas drehen. Durch Wi»'kelhebel stehen sie mit einer Achse in Verbindung, und sowie diese vermittelst einer la>»gen Hcbelstange gedreht wird, so pflanzt sich die Bewegung allen Schaarstangen uns'so daß sämmtliche Schaaren sich heben oder mehr in den Boden hinab senken.Halbkreis mit Löchern dient, jenen Hebel festzustellen, so lange die Schaaren in einet'lei Tiefe fortwirken sollen. Zum ersten oberflächlichen Umbrechen der Stoppeln,Reinigen des Feldes von Unkraut n. dgl. wird diese Hacke sehr gerühmt, die »betfreilich durch ihr starkes Gestell schwer wird. Die kleinste Art, 3^ Fuß breit »K
5 Schaaren kostet 7 Lstr., die größte von 6 Fuß Breite und mit 9 Schaaren 13 Lff'-Garrett baut diese Pferdchacke mit einer Verbesserung, damit auf abhängigem E'''den das eine Rad etwas gehoben werden könne, und macht sie ohne Preiserhöhungvon Schmiedeisen.
Andere Fabrikanten verfertigen ähnliche Instrumente, bei denen die leichte H'"bnng der Eisen in etwas anderer Weise bewerkstelligt wird. In der AusstellungRansomes und May z. B. bemerken wir Biddell's 8 oarilier mit 5 undEisen in 2 Reihen und einer künstlichen Vorrichtung zum Umstellen; Preis 18 Lst'j18 Sch. und 21 Lstr.; ferner den patent Inclian eultivator bloß mit 5 Eisen i»