744 H Klasse. Landwirthschaftliche Geräthe.
Reihen von Gewächsen bestimmte Pferdestärke, die nur bis 2 oder 2z Fuß Breit»arbeitet, ciu sehr häufig angewendetes und in mannigfaltigen Formen aufgestellttcs Geräth.
Die einfachste und älteste Art ist wohl die dreischaarige, die von Thaer unterdem Namen Pferdeschaufel nach Deutschland verpflanzt worden ist, eine Sch»»»'vorn in der Mitte, zwei auf beiden Seiten hinter jener. Die Gefahr, daß dnrch einedieser Hinteren Schaaren leicht in die Reihe der gesäetcn oder gepflanzten Gewachsteingeschnitten werde, wird durch aufmerksame Leitung des Führers schon sehr »er-'mindert, noch mehr durch die passende Form und Stellung der beiden Schaaren, >»'dem man ihnen die Gestalt eines rechtwinkligen Dreiecks giebt und ste so Lefestigt-daß die eine Kathete nach außen in die Zuglinie zu liegen kommt und die Schneide(Hypotenuse) in den freien Zwischenraum gerichtet ist. So ist B laikie's einwärtsgekehrte (invertoä) Pferdehacke, welche Schwer; in Hvhenhcim eingeführt hat undwelche in England vielfach angetroffen wird. Sie findet sich z. B. in der kleine»drcischaarigen Hacke des schon genannten Warren (Nr. 257), die mit 2 Rädche»versehen ist und von einem Arbeiter mit Hülfe zweier Handhaben gezogen wird- D>»meisten ausgestellten schmalen Pferdehacken weichen aber von. dieser ursprüngliche»Einrichtung ab und sind zur Verstärkung der Wirkung aus verschiedenartigen Theilt»zusammengesetzt.
B. Samuelson, Banbury , Nr. 185, giebt seiner Pferdehacke vorne ein kleines
eisernes Rad. Hinter demselben steht zuerst eine breite Schaar mit ziemlich stumpfe»
Spitze, sodann 2 einwärts umgebogene Messer, hinten eine kleine Norwegische Egil»Diese Zusammensetzung scheint ziemlich beliebt zu sein und findet sich mehrfach a»s"gestellt, namentlich auch von Howard (Nr. 240) und E- Hill, Dudley, Nr, 140-Bei Howard ist die vordere Schaar breit und hat eine starke Spitze. Die Nornw-gische Egge hat an jeder der beiden Achsen nur ungefähr 4 Sterne, jeden von 4 oder5 kurzen Zacken. Preis bei Samuelson 2z—3 Lstr., bei Howard mit eine»'Rade 2 Lstr. 8 Sch., ohne Norwegische Egge 1 Lstr. 18 Sch., mit 2 Rädern u»b
Egge 2 Lstr. 17 Sch. Hacken dieser Art, nur ohne die angehängte Egge, habe»
ihren Weg schon ziemlich oft nach Deutschland gefunden.
Da die Reihen, zwischen denen eine Pferdehacke gehen soll, von sehr ungleiche»Abständen sind, so ist es wesentlich, daß die Hacke auf verschiedene Breite gestelltwerden könne, und zwar schnell und leicht. Hierauf hat man besonderen Eifer ver-wendet und es ist eine Anzahl von darnach eingerichteten dehnbaren (expansiv)Pferdehacken ausgestellt worden. Man kann die beiden äußeren Messer oder Sch»»sreu an eisernen Querstangen hin nnd her schieben und beliebig festschrauben, wie b»der expanüinz Iwrse-Iwo von Cottam und Hallen, welche anf 8 — 18 Zoll »»richten ist, Preis 3 Lstr. 3 Sch. Am einfachsten erreicht man jenen Zweck, wenn »»dem Hanptbaume 2 Seitenarme in einem Gewinde beweglich sind, die man belieb'!!gegen jenen richtet, wie dies in Deutschland bei breiteren eggenartigen Instrumente»öfter zu finden ist. Allein die wirkenden Eisen kommen bei diesem Oeffnen oder A'»legen der Seitenbalken in verschiedene Stellung gegen die Zuglinie nnd arbeiten da-her nicht in allen Breiten des Werkzeuges gleich vollkommen. Um diesem Uebel-stande zu begegnen, ist man anf ein sinnreiches Mittel, nämlich ein verschiebbaresParallelogramm, verfallen, welches in mehr oder weniger spitze Winkel geschehe»werden kann, während die langen Seiten immer dem Zugbaume parallel bleibe'»Mit einen' Hebel und einer Schraube ist die Veränderung rasch auszuführen, AlsBeispiel nennen wir die parallel Iwrso-Iios von R. Gray nnd Söhnen zu UddiEstou, Nr. 150, ferner die von Coleman gelieferte, und die von David Hartes,Knutford, Nr. 23, bei der der Führer mit einem an der rechten Sterze angebrachte»Hebel ganz leicht den Rahm in einen anderen Winkel dringe» kann. Die 3 Sch»e»vc» sind hier wie bei der Hohenheimer Hacke eingerichtet, nur daß die 2 Hintere»