756 IX. Klasse. Lcmbwirthschaftliche Gerüche.
hast. ja znm Theile kanm wahrscheinlich ist; indeß kann auch aus einem bis jetztnoch unzweckmäßig scheinenden Gedanken späterhin etwas Gutes erwachsen.
Die Maschine von Will. Marshall in Schottland (Nr. 35) ist sehr zu-sammengesetzt, indem sie Korn und Klee w. zugleich aussäen soll. Die Getraidc-körner werden von einer Ducketschen Kerbwalze, die kleineren von einer bloße"Bnrstenwalze ausgestreut. Hinten sind 5 Walzen angebracht. Rvwley's trop^sende Maschine (Nr. 87) ist zunächst zum Ausstreuen staubformiger Körper in Zeile"bestimmt, wozu sie eine Kette ohne Ende mit Lederstücken, wie ein Paternosterwerk,anwendet; allein es kann auch Rüben-, Rnnkelrübensaamen und dergl. zugleich a»^gesäet werden, wozu eine messingene Kerbwalze vorhanden ist.
Mehrere Maschinen gehören dem vorhin erwähnten Schottischen Systeme an.
I. Watt von Biggar in Schottland (Nr. 63) hat einen 18 bis SO Fuß lange"Saamenkasten verfertigt, in welchem eine Achse mit eisernen Armen (Propellers) dirKörner durch Oeffnnngen in der einen Seitenwand herausschiebt. Dieser langeKasten ist aus 3 Theilen zusammengesetzt, damit man ihn durch ein Feldgatt"bringen könne, und ruht auf einem Gestelle mit 3 Rädern, wie die kleine Skizstauf S. 361 des Jllustr. Kat. zeigt. Er ist zu einer breitwürfigen Saat bestii»"hund soll täglich 30 bis 35 Acre besäen, auch nur 1 Pferd znr Fortbewegung er-fordern. Es gereicht nicht wenig zur Empfehlung dieser Maschine, daß sie vo"Pros. Low in seinem vortrefflichen Handbuche, welches durchgehends das Beste auf-nimmt, beschrieben und abgebildet ist, jedoch ohne Benennung des Erfinders-Aehnlich ist die kleinere Maschine von W. u. I. Hunter (Nr. 119), mit Trichter"von 1 Fuß Abstand; ferner der Bohnen-Säekarren von G. Ponton in Schottla"d(Nr. 104), für eine einzige Zeile eingerichtet, mit einer Bnrstenwalze.
G. Hayward von Crewkerne in Somerset (Nr. 114) bringt einen Säekaste"am Pfluge an. Zwei sägeförmig gezahnte Räder schöpfen bei ihrer Umdrehung de"Saamen und werfen ihn in die Trichter.
II. Säemaschinen aus Oesterreich .
Nr. 183. Fr. Horsky, 8 Rübensäemaschinen, die eine für flaches Land, dirandere für schmale Beete (Erdkämme). Sie sind von kunstvoller Einrichtung, i"vielleicht etwas zu künstlich, indem die verschiedenen Stahlfedern, die einen Dr"rkausüben, kanm dauerhaft genug wirken werden und die jedesmalige Stellung beso"-dere Genauigkeit erheischt; zudem gehört ein vorzüglich mürbes Land zu einer solche"Behandlung, allein das Sinnreiche dieser Anordnung ist nicht zu bezweifeln. BeidrMaschinen gehören zu der Klasse der mit Blechkapseln versehenen, die für Rnbe"-Raps u. dgl. längst in Deutschland in Gebrauch sind. Unter jeder Kapsel ist ""weiter Blechtrichter, der sich abwärts in eine Röhre verengert. Jede von beide"Maschinen besäet 8 Zeilen. Die erste für flaches Land bestimmte drückt erst8 breiten eisernen Rädern die Erde etwas Platt zusammen, worauf dann die vor de"Saatröhren angebrachten schmalen, etwas schief gestellten Eisen (H. nennt steMarquirstiefel) eine kleine Furche auswerfen. Die breiten Räder (Wälzräder) habe"Stifte, um jene Eisen vor den Röhren zu reinigen, und die Eisen haben dagege"Ansätze um von den Rädern die Erde abzustreifen. Hinter den Saattrichtern folge"auf lockeremBoden breite Rädchen oder schmale Walzen, Erddeckrollen; auf fest""Lande sogenannte Erddeckscheiben, nämlich breite Rädchen, anderen Rande in d^Mitte eine runde Vertiefung ist, wie ganz schmale Beetwalzen, so daß die Erde >"der Mitte der besäeten Furche zusammengedrängt wird. Den Beschluß macht en"über die beiden Zeilen sich erstreckende Walze. Man findet diese Maschine in Horsky"neuester Schrift (die vervollkommnete Drillkultur der Feldfrüchte) beschrieben ""abgebildet, Taf. II. Fig. 18. Sie kostet 160 Fl. Oester. Die Kammsäemaschine 0noch zusammengesetzter und wird deshalb für 880 Fl. ausgeboten. Sie bildet vor>U