K. 219. Britische Säemaschinen. T'ZZ
d°ch ohne den Rahm Garrett's. Dein Düngertrichter folgt ein auf dem Boden hin-^ntendes Eisen, fast wie ein Hufeisen, um den Dünger mit Erde zu decken, eheSaame ausfüllt. Es ist bezeichnend für die Ausdehnung, in welcher die Verfer-fgung solcher Maschinen betrieben wird, daß die genannten Fabrikanten allein 48üuninern von den hier erwähnten Drillmaschinen anbieten, von 6 bis 13 ZeilenUüt verschiedenen Znbehörnngen. Die am einfachsten ausgestatteten «zeitigen haben^ Zoll Breite zwischen den Rädern und kosten 25 Lstr., die breitesten niesten 90 Zoll^ston 46^ bis 53 Lstr. 5 Sch. Einfacher geballte Maschinen für kleineredüter, ohne Düngerbehälter, mit 7 bis 9 Zeilen und 4 n. 5 Fuß Breite sind für'0; bis 18 Lstr. zn haben.
Die fnrchenziehende Säeniaschine (ribbinK ltriii) von W. Bnsby hat den^'oßen Vorzug, aus festem Boden Rinnen zu ziehen, in die der Saame fällt, währendüer die mit Gewichten beschwerten Hebel die Schaarcn nicht genug in das LandLücken können oder wenigstens die erforderliche Zugkraft zn groß wäre. 2 Pferde,Diann und 1 Knabe sind zur Bewegung hinreichend und man hält diese Maschine!w ^sonders nützlich zum Gebrauche kleinerer Landwirthe, natürlich nach EnglischemMaßstabe. Preis 14 Lstr.
In zweiter Linie, als gilt, wenn auch nicht als neu, sind Hensman'S undk^nsoines Maschinen mit der Preismedaille belohnt worden. Der Erstgenanntelefert eine achtzeilige Maschine, bei welcher zunächst die langen etwas gekrümmten,schnabelförmigen, horizontal vorstehenden Messer vor den Schaarcn einstallen. Die^»knng ober Steuerung geschieht hinten. Für Getraidc und für kleinere Saamenzwei verschiedene Behälter vorhanden. Bemerkenswcrth ist, daß der Saamen-^sten nicht gerichtet zn werden braucht, wenn man abhängiges Land besäen will,sondern sich von selbst in die gehörige senkrechte Lage stellt, weshalb er sotk-octi,,„ selbstwirkend, genannt wird. Er steht nicht zwischen den 2 großen Rädern,sonder» beträchtlich weit hinter ihnen und dem Vorgelege, von welchem aus die^nlze mit den Löffelscheiben durch Riemen gedreht wird. Preis 20 Lstr., mit Dün-^'vorrichtnng «^ bis 8^ Lstr. weiter, für 6 Zeilen nur 18 Lstr. Wir haben dieseMaschine anf PH. Pusey's Gut gesehen, der ihr ein sehr gutes Zeugniß gab. Diereihen waren dort 6^ Zoll weit. Die Saamenkörner werden schon zum Theil durch*0 beiden Schaarflügel zugedeckt, doch läßt man dann noch die Egge folgen.
Ransoines n. May's tropfende Säeniaschine (Nr. 125) hat die nämliche Be-s!sn»ttni,g wie die oben angeführte Hornsbysche. Hier ist eine Anwendung vonZucket's System gemacht, eine Kerbwalze mit Bürsten. Die Stelle des Säekastens^'treten blecherne Büchsen. Die Körner fallen genau in abgemessenen Abständen!?. loder Zeile aus. Die Furchen vor jedem Trichter werden von vorausgehendensstn gezogen, die nicht schaarartig, sondern ganz ausgefüllt und im Durchschnittlanzettförmig, auch ungefähr wie eine Pflngstelze aufwärts gebogen sind. SieZücken die Furche ein, statt sie auszuwerfen. Das vorgezeigte Eremplar hat siebenAchter und war zu 37^ Lstr. angesetzt.
. 3. Holmes und Söhne (Nr? 241) zeigten 6 Drills, von der leichten ein-zigen Handsäemaschine für Rübe» und Runkelrüben, nebst Düngerkasten (4^ Lstr.)^ ;»r 15zeiligen für Getraide, wo die Trichter in 2 Querreihen vertheilt find undZeilen 6 Zoll Abstand erhalten, für 26 Lstr. Man hat sogar eine noch größere21 Zeilen) welche 36 Lstr. kostet, und eine 30zeilige, welche in 2^ Zoll Ent-""»ng der Zeilen säet, für 20 Lstr. Die Löffel der Rübensäemaschine haben oben^ unten eine Höhlung von verschiedener Weite und dürfen nur umgedreht werden,^ für Rüben- oder Rnnkclrübensaamen zn passen. Die Banart ist der Garrett-ähnlich.
H Neben diesen bewährten Säemaschinen fanden sich manche andere vor, deren^'fertiger neue Wege eingeschlagen hatten und deren Nützlichkeit weniger unzweifel-
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