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IX. Klaffe. LanbwnHschaftliche Geräthe.
Zur Bewegung der Dreschmaschine werden entweder Pferde am Göpelnwerk oder Dampfmaschinen angewendet. Die thierische Triebkraft er-weist sich Vortheilhaft, wenn man zum Dreschen grade die Zeit wählenkann, in der die Gespanne sonst unbeschäftigt sein würden. Schlägtman aber die Arbeitstage der Pferde nach ihrem vollen Kostenbeträgean, so kommt das Dreschen mit Pferden wenigstens in Großbritannien höher, als mit guten Dampfmaschinen. Der große Aufwand, den dieAnschaffung der letztem erheischt, mußte jedoch zur Einführung desGöpels, besonders auf Gütern mittlerer Größe, ermuntern und in derThat wird auch der Pferdegöpel (gear oder auch liorsv-poevei-, Franz.mruwAo) so häufig zum Dreschen und zu andern Zwecken angewendet,daß viele Fabrikanten sich auf seine Verfertigung verlegen und auch inder Ausstellung mehrere Eremplare zu sehen waren. Man hat Göpel von verschiedener Größe, für 1, 2 und mehr Pferde bis zu 6. Beider gewöhnlichen Einrichtung ist an dem senkrechten Wellbaum, dendie an Zugarme gespannten Pferde herumdrehen, ein großes Kammrad,welches in einen Drilling greift. Dieser hat an seiner Achse ein Stirn-rad und dieses bewegt einen zweiten Drilling, so daß dessen horizontaleAchse sich mit der erforderlichen Geschwindigkeit umdreht. An ihr ist miteinem Gelenke eine Stange befestigt, welche die Umdrehung zu einewRade der Dreschmaschine fortpflanzt. Der Göpel wird sehr oft in'Freien aufgestellt. Zum Fortschaffen dient ein starker Lrädriger Karren,der die Theile des Göpels aufnimmt, und wenn die Dreschmaschineklein ist, so findet sie ebenfalls auf dem Karren Platz. Eine Unbe-quemlichkeit ist es, daß die Pferde beim Herumgehen im Kreise über dieam Boden liegende Stange Hinwegsteigen müssen. Barrctt bedeckt siedeshalb ein Stück ihrer Lange mit einem kleinen Dache (Brücke).
Am merkwürdigsten ist das von Barrett erfundene patentirteGöpelwerk, von welchem in 3 Jahren 540 Stück abgesetzt worden sind,und welches sammt der zugehörigen Dreschmaschine dem Erfinder diePreismedaille verschafft hat. Der hölzerne Zugarm (oder die Zugarme,wenn man mehr als 2 Pferde anspannt) ist auf einem eisernen Ringbefestigt, der sich mitumdrcht und auf einem hohlen Cylinder von Gnß-eisen liegt. Auf seiner innern Seite hat der Ring eine Verzahnung,welche bei seiner Umdrehung in die Zahne dreier Vcrmittelungsrädcrim Cylinder eingreift und sie alle drei gleichzeitig in drehende Bewe-gung setzt. Diese drei in gleichen Abständen von der Mitte angebrach-ten Räder stehen wieder mit einem Trilling in Verbindung, dessen senk-rechte Achse in der Achse des Cylinders liegt und weiter unten ein grö-ßeres Kammrad trägt, von welchem dann der.Trilling der zur DrescheMaschine hinübergehenden Stange herumgedreht wird. Sämmtliche'Räder befinden sich also in den Cylinder eingeschlossen. Dies verhütetUnfälle und Störungen, erspart auch an Fett und die ganze Vorrich-tung nimmt einen zum Verwundern kleinen Raum ein. Der Mcchanis-