8. 223. Dreschmaschinen im Allgemeinen. 767
Mus ist dauerhaft, und da sich der Widerstand aus die 3 Vermittelungs-vader (ielle. oder loose rvlioels) vertheilt, so ist die Gefahr des Zer-veechens derselben gering. Die Nadvcrbindung ist so eingerichtet,^aß bei einem Umgang der Pferde und des Ringes die horizontaleStange sich 33 mal umdreht, also in der Minute etwa 99 mal. DerAnblick dieser sinnreichen Erfindung ist in der That überraschend, weilMan von außen gar kein Räderwerk gewahr wird. Der Aussteller desselbenhat noch ein kleineres E.rcmplar mit einem gläsernen Cylinder einge-liefert. Nur darüber bleibt ein Zweifel übrig, ob nicht die Reibungdes auf dem Cylinder umlaufenden Ringes und der verschiedenen Well-kapfcn den Kraftbedarf vermehre. Das Eisenwerk dieses Göpels, ohneläe Zugarmc und daS .hölzerne Lager, kostet für 1 bis 6 Pferde 10,l2, 15, 18, 20 und 22 Guinecn (zu 21 Schilling).
Nimmt man eine Dampfmaschine zu Hülfe, so ist diese entwederUl einem Gebäude, neben der Tenne, feststehend, oder sie ruht auf vierNädern und ist also fahrbar, beweglich, gortallle oder movealcke.Zu beiden Fällen wird ein Treibriemen von einer Rolle der Dampf-maschine zu einer zweiten an dem Gehäuse der Dreschmaschine hinübcr-geleitel. Die fahrbare Dampfmaschine wird von zwei Pferden an dieStelle gezogen, wo sich die Gctraidcfeimen oder Schober (Malle«) be-finden und wo man auch die Dreschmaschine aufstellt. In der neustenZeit haben sich diese fahrbaren Maschinen sehr vermehrt, weil sie aufeinen, wcitausgcdehnten Gute die große Mühe des Herbeiführens allerGarben zur Tenne ersparen. Den, Einwürfe, daß ja doch das Strohln den Ställen herbeigebracht werden müsse, begegnet man, indem maneinen zweiten Stall in einiger Entfernung von dem Haupthofe anlegt.Für Güter, die zu einer stehenden Dampfmaschine nicht Arbeit genughaben, ist das Miethen einer beweglichen Vortheilhast. Ist die Dampf-maschine stehend, so sieht man hie und da leichte Eisenbahnen, auf denendie Frucht, in Garben oder loose, zur Tenne hingefahren wird. Mitder beweglichen Maschine drischt man häufig im Freien, waS für dieArbeiter gesunder ist (weil der Staub mehr weggeweht wird) und dieTenne entbehrlich macht. Anhaltendes Regenwetter wird man wohlvermeiden, aber einiger Regen hindert nicht, denn beim Einreisten derFeimen würde die Frucht in jedem Falle benetzt und bei». FortführenäUr Tonne noch mehr, als wenn sie augenblicklich- in die Maschine ge-worfen wird.
Die zehn stattlichen, musterhaft ausgearbeiteten fahrbaren Dampf-maschinen, welche von den größeren Fabrikanten Barrett, Burrell,Elayton, Croskill, Garrett, Hensman, Hornsby, Stanley,Turner und Turford außer der oben erwähnten pflügenden Maschinevon Lord Willoughby, herbeigebracht worden waren, gereichten demEnglischen Saale nicht wenig zur Zierde. Die von den Ausstellern^gegebenen Preise sind nachstehende: