8. 224. Bauart der Dreschmaschinen. 771
bedarfts für jede Maschine liegt. Die folgenden Spalten drücke» die Güte der"istung uns, wobei der vollkommenste Erfolg zn 100 angenommen ist.
Erforder-liche Kraft.
Reinheitdes Aus-drusches.
Unverletzt-heit derKörner.
Brauchbar-keit desStrohes.
Durchschnittvon 2 bis 4.
Croskill.
9,84
80
100
100
93,3
Heusman . . . -
10,67
100
100
100
100
Holmes .....
12,06
100
100
87,5
95,8
Garrett.
13,96
90
100
100
96,3
Hornsby.
16,88
90
75
50
71,6
Barrett.
17,88
80
83,3
100
87,0
Auf die Ergebnisse der 3. Spalte kommt besonders Lei der Gerste viel an weildu zerdrückten Körner nicht znm Malzen tanze». Die Bierbrauer waren deshalblange gegen die Dreschmaschinen eingenommen.
Vierzehn Fabrikanten haben Dreschmaschinen eingesendet, mancher derselben2 — 3. Wie kunstreich und schön dieselben auch sind, so müssen wir uns doch ausden im Eingänge angedeuteten Gründen anf eine sehr kurze Besprechung beschränken.Um eine dieser vorzüglichen Maschinen in Deutschland einheimisch zn machen, muß»>an sie kommen lassen und als Vorbild für unsere Fabriken benutzen, linier jenen14 Einsendern ist allein Mich. Garrett (Nr. 142) die große Medaille zu Theilgeworden, dessen Maschinen daher vor allen eine Erwähnung verdienen?) Die großevollständige boltmZ tbrasIünA-maclnno (Nr. 10 in den Ausstellungs-GegenständeuGarrett's im off. Katalog) erfordert 6 Pferdekräfte und drischt in der Stunde35 — 45 Büschel (4H-5tz Qnarter — 23 — 29^ Preuß. Scheffel), je nach der inden Aehre» enthaltenen Menge von Körnern; sie liefert stündlich 60 — 80 CentnerStroh und reinigt zugleich das Korn durch Windflügel und Siebe. Das Einlegengeschieht nach der Länge der Trommel. Der Schüttler besteht aus Stäben, die zwischeneinander auf- und niedergehen. Ihre Bewegung wird durch eine in der Nähe derTrommel angebrachte Kurbelstange bewirkt und ist daher an diesem Ende am stärk-sten. Preis 65 Lstr., und wenn noch eine Reinignngsmühle zur letzten Säuberungdeigegeben werden soll, 10^ Lstr. weiter. Die kleinere Maschine Nr. 8. ist für 55—Ol Lstr. zu habe», und die Nr. 9. mit einem Göpel, je nach der Größe, für 36—^3Lstr. Wir sahen auf Pnseh's Landgnte eine solche Garrettsche Maschine durche>»e fahrbare Dampfmaschine, von 5 Pferdekräften vermittelst sehr langer cylindri-scher Gnttaperchaseile bewegt, in Arbeit. Sie beschäftigte 6 Menschen zum Abhebender Halme von der nahen Feime und znm Einfüllen in die Maschine, ferner 4 Men-schen zum Abnehmen und Wegschaffen des Strohes. Die Leistung wurde zu 4^uarters Walzen stündlich angegeben (21 Pr. Scheff. — 7,7 Bad. M.). Dies isteine Masse von 1770 Pf, die also gegen 45 Ctr. Stroh bei sich führt.") Ausder obigen, von den neusten Versuchen gewonnenen Tabelle darf mau vermuthen, daß,^enn auch die Vorzüglichkeit der jetzigen Garrettsche» Maschine im Ganzen ge-kommen nicht zn bezweifeln ist, jedenfalls mehrere andere ihr ziemlich nahe kommen.
Die Maschinen von Holmes (241) und HenSmau (149) wurden mit derPreisniedaille belohnt. Jene hat einen durchlöcherten Strohschüttler; ihr Mantelisi aus 3 Stücken zusammengesetzt, die sich einzeln gegen die Trommel hin rückenlassen. An der Stelle, wo das Getraide eingelegt wird, befinden sich 3 Reihendon Zähnen zum Ergreifen der Halme. Preis für 5 Pserdekräfte 48 Lstr., mitSchüttler.
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