Band 
Erster Theil.
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774
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774 H Klasse. Laiidwirthschastliche Geräthe.

erheischen kaun. Wenn mau eine Dreschmaschine hätte, welche Flegel hebt niidfallen läßt (sie war öfters in Vorschlag), so würde es in der erforderlichen Kraftkeinen Unterschied machen, ob die Flegel auf leere Bretter oder auf Halme herab-fallen. Auch die Säcmaschinc und viele andere in den Fabriken angewendete Ma-schinen werden leer nicht viel weniger Kraft in Anspruch nehmen, als wenn ihm»der Stoff dargeboten wird, und man kann ihnen dies nicht znr Last legen.

^) Schon A. Mansomes schreibt dem Vater und Sohn Garrett das Ver-dienst zu, diese Maschinen zn ihrer heutigen Vollkommenheit gebracht zn haben.

^) Auf einem anderen Gute, mit einer Barrettschen Maschine, die von 8Menschen bedient wurde, gab man an, daß in 8 Stunden 20 Qu. gedroschen wur-den; auf einem dritten 4 Qu. stündlich, beides mit 6 Pferdekräften.

§. 225.

Reinigung des Getraides.

Hierher sind zuvörderst die Staubfe gen (rvinnowinA in.) und die Maschinenznr weiteren Reinigung des Korns (oorn ctrossinA oder oteaning IN.)zu rechnen.

Wenn die Dreschmaschine fest aufgestellt ist, so hat sie gewöhnlich die Putzmülsiegleich bei sich, nämlich unterhalb der dreschenden Theile; bei fahrbaren Dreschma-schincn geht dies nicht so leicht an. Es sind viele Staubfegen ausgestellt, die jedochin dem Hauptcharakter nicht von einander abweichen, und auch den in Deutschland üblichen ähnlich, nur sorgfältiger eingerichtet find. Die Windflügel sind meisten^von Eisen, die Zahl der unter dem Ciuschüttnugstrichter hängenden geschütteltenSiebe ist verschieden, auch die Stellung der Bretter. Unten sind bei manchen Ma-schinen nochmals Siebe, um das Korn von dem Nnkrautsainen zu reinigen. Ma»kann bei einem nochmaligen Aufschütten die Wiudsiügel in Rnhe stellen und da»»die zweite Reinigung durch die bloßen Siebe bewirken, was dann „itres-üng" ge-nannt wird.

Hensman's Staubfege zeichnet sich durch eine an der unteren Oeffnnug desTrichters angebrachte Walze mit mehreren Reihen von Stacheln aus, die dazu be-stimmt sind, das Korn besser von den Hülsen zn sondern und Alles vollständiger Z»zertheilen. Preis der vollständigen oorn elressinA m. 14 Lstr. — Hornsby h^an seiner Uatent corn ürossing in. die nämliche Vorrichtung mit einer Stachelwaheangebracht und erklärt ihre Vorzüge mit den nämlichen Worten, versichert auch, sbden letzten Jähren über 870 Stück verkauft zu haben. Diese Maschine wird für diebeste gehalten und soll stündlich 15 Quarter fegen, dann bei der zweiten Reinig»»!!20 Quarter in der Stunde. ') Preis 13^ Lstr.

M. Wedlake's Putzmühle ist einfacher und wird für einen Arbeiter an derKurbel um 7 Lstr. gegeben, hat sich auch znm Abstauben des Kaffees, der Korinthe»und des Reißes beliebt gemacht.

Garrett's große elressing m., znr Bewegung durch Dampf, Pferde oder MEscheu tauglich, kann in der Stunde 12 bis 15 Quarter reinigen, und kostet nachGröße 10^ bis 14 Lstr. 14 Sch.; auch kann sie als Putzmühle gebraucht werde»'Die kleine Haudniaschine reinigt stündlich 6 bis 8 Quarter durch einen Mann »»^einen Knaben, kann gleichfalls als Windfegc (blorver) gebraucht werden und koste!5 Lstr. 5 Sch. bis 7 Lstr. 7 Sch.

Eine Preismedaille erhielten Va chon, Sohn und Comp. in Lyon (Nr. 7l>5),sie stellten zwei Reinigungsniaschincn auf, die eine mit einem geneigten Siebe,um Unkrantsamen :e. auszuscheiden, die andere mit einem Siebcplinder, um aste»Schmutz, Stand -c. hinweg zu schaffen, und zwar letzteres für die Zwecke des Müllers