Band 
Erster Theil.
Seite
779
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§. 227. Häckselschneibcr.

sonder» etwas eylindrisch nach unten gckrünnnt ist, so daß die 3 konvexen Messer in°>»en, sehr spitzen Winkel an der Lade vorübergehe». Der Verfertiget versichert, siehätten Lei gleicher Länge Omal soviel Zug, als an den gewöhnlichen Maschinen, undist aus dem Anblick zu erkennen, daß sie in der That eine gntc Wirkung äußernNässen. Das Schwungrad ist klein. Die Messer stehen nicht an ihm, sondern anrinrni kleineren Rade, etwa wie Hcbcdanmcn einer Welle, und sind kürzer, als beianderen Maschinen. Dieser patent elmkk entter von Lomar wird auch von JohnSmith zu U.rbridge (Nr. 250) für 4^ Lstr. und mehr je nach der Größe ansgebotc».Smith bemerkt, es sei wenigstens ^ weniger Kraft erforderlich, um gleichviel wies« anderen Maschinen zu bewirken. Während des Schneidens ist das VorrückenUnterbrochen. Der Deckel der Lade hebt sich, so lange das Stroh vorwärts geht,Unkt sich dagegen, so lange der Schnitt dauert.

Barre tt hat ebenfalls eine Einrichtung, bei welcher vermittelst einer exzentrische»Scheibe an der Achse des Schwungrades nur in der Zwischenzeit zwischen denSchnitten daö Stroh vorrückt und der Druck desselben auf das Messer verhütet wird.Preis bei 8 Zollen Breite 5 Lstr., bei 8 Zollen 5H Lstr., bei 10 Zollen 6H Lstr.

Bei Richmoud ». Chaudlcr sind beide Zuführn,,gswalzen mit spitzen ZackenErsehen.

Von M. Wedlake (Nr. 127) ist eine Häckselschueidc- u. Haferschrot-Maschineaufgestellt worden, s. Jltstr. Kat. Nr. 308, wobei freilich kaum ein anderer Vortheilabzusehen ist, als daß beide nebeneinander stehende Maschinen eine gemeinschaftliche'<chse haben und sich desselben Schwungrades bedienen, denn wenn man auch gleich-zeitig beide Vorrichtungen arbeiten lassen wollte, so würden doch die zerkleinertenStoffe nicht unter einander gemengt werden.

2) Eine andere Gattung begreift solche Maschine», die der TnchschcermaschineUachgebildet sind und aus mehreren nach einer Cylindcrfläche gebogenen, also ganzschwach schraubenförmigen Messern bestehen. Der Cylinder ist übrigens als solcheruicht vorhanden, sondern nur durch zwei Räder und Längsstäbe zwischen ihnen an-deutet, die Klingen find zwischen den beiden Rädern eingefügt und erhalten vondenselben die Umdrehung, wobei sie an der Strohladc herunter streifen.

Wie sich ans A. RansomcS Buch «giebt, war Robert Salmon 1797 der^sinder dieser Gattung. Obschon das Schneiden hier ohne Unterbrechung stattsüldet, so liegt doch eine Uuvollkömmcnhcit darin, daß die Bewegung jeder Stelledko Klingen fast ganz rechtwinklich gegen die Strohlade geschieht, mithin der Zugt»r Seite ganz fehlt und der Kraftaufwand größer ist. Zudem ist das Schleifen der°Üvas gewundenen Klingen mühsam. Deshalb hat diese Gattnng im Allgemeine»weniger Beifall und Verbreitung gefunden. Eine solche Maschine ist u. N. von^vvskill (Nr. 135) eingebracht, mit 3 Messer», Preis 15 Lstr. 15 Sch., eine andere

A. „. W. Smith und Cvnip. von Paisley (Nr. 200) mit 4 Messern, starkäud einfach gebaut, der Schnitt von unten nach oben erfolgend, die obere Zufüh-^"Ugswalze gereift und mit Gewichten angedrückt. Preis der größeren mit einerä-reibrolle für povvor 7^ Lstr., der kleineren mit Schwungrad und Kurbel 5^ Lstr.

Die grass -nick Im/ eutting m. (Gras- und Heuschncider) von Shankö undSoh„, Slrbroath, Grafschaft Forfar (Nr. 67), ist mit 5 Messern versehe», die anU»er besonderen Schneide vorbcistrcifcn.

Henry Bcnuett von Liverpool (Nr. 75) giebt seiner Maschine, die zum Zer-schncidcn des Stechginsters bestimmt ist, sogar 8 Messer, welche unmittelbar gegen^ Lude schneiden.

3) Bei einer dritten Gattung geht ein gradliniges zweischneidiges Messer zwischen^'ci Säulen in Falze» auf und nieder und schneidet in beiden Richtungen, wobei es

wie etwa die Klinge des alten Hückselmesscrs, beständig in einem spitzen^U'kel gegen den Horizont steht. Man hat diese Gattung Guillotine genannt.