Band 
Erster Theil.
Seite
788
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7g8 H Klasse. Lanbwirthschastliche Gerathe.

findungen scheinen vergeblich zu sein. Vier Butterfässer haben die Preismedailleerworben, die sämmtlich einander ähnlich sind und zn der Klaffe der quirlenden ge-hören. Sie sind aus verschiedenen Ländern gekommen.

I- Butterfaß von Th. Wilkinson aus London . Nr. WO. Eine horizontaleAchse hat nach vier Seiten hin zwei Arme, zwischen denen je drei der Achse paralleleStäbe befestigt sind und Rahmen bilden. Die Achse wird in dem Milchbehälter durcheine Kurbel umgedreht. Der Kasten ist viereckig, von Holz, wie überhaupt fast alleEnglischen Butterfässer, und hat oben ein Luftloch.

II. Nr. 1299. N. D. Lavoisy von Paris (180 Rue Montmartre), ein lie-gendes Faß, in dem eine Achse mit vier langen tief ausgezackten Flügeln umläuft-Der Verfertig» bemerkt, das Ausbuttern dauere nicht voll 10 Minuten, nnd dieUmdrehung der Kurbel könne von einem Kinde geschehen. Die Kurbelwelle setzt eineisernes Zahnrad in Bewegung, welches in ein kleineres Rad der Flügelwelle greift.Preis nach der Größe 22 bis 100 Franken.

III. Belgien . Das Butterfaß von I. I. Duchöne zn Assche-en-RifaihProv. Namur , Nr. 168, ist dem Englischen von Wilkinson sehr ähnlich. Daß dieFlügel aus einem Brett bestehen, welches mehrere parallele Spalten hat, währendWilkinson einzelne Stäbe zusammensetzt, ist ziemlich gleichgültig. Dieses BelgischeButterfaß arbeitete also natürlich ebenfalls gut. Wir finden es ohne Angabe desUrsprungs in Cottanr nnd H allen's Berzeichniß angeführt; kleinste Sorte bis zu2 Pfd. Butter 16 Sch., dritte bis 14 Pfv. 1 Lstr. 14 Sch., größte für 28 Pft. 2 Lstr.Bei Dnchöne selbst ist der Preis 50 nnd 100 Fr.

IV. Das von dem Amerikaner Ch. I. Anthony zn Pittsbury erfundene But-terfaß erscheint nicht unter dem Namen des Urhebers im Kataloge und nicht in derAmerikanischen Abtheilung, sondern theils bei Deane, Drap und Deaue in Lon-don (Nr. 180, Niederlage in 8vvan laue, upper Ummes Street), die den Absatz alsAgenten besorgen, theils bei Burgeß und Key, Nr. 237 (Imustou, 103 Hevvgato8tr.), die einige unerhebliche Verbesserungen vorgenommen haben und denen diePreismedaille dafür zu Theil wurde. Es ist ebenfalls ein viereckiger Kasten mit einerAchse, die unmittelbar von der Kurbel bewegt wird. Statt einzelner Arme trägt dieAchse ein Brett, welches anf jeder Seite einen niedrigen Rand hat, wie ein flacherKasten, und noch vier Querstäbe als Scheidewände. Die Achse geht durch die Mittedieses Doppelkastens, der bei seiner Umdrehung die Milch mit seiner ganzen Flächeschlägt. Die Aussteller berichten, seit der Einführung im Jähre 1850 seien über2000 Stück abgesetzt worden. Preis für 4 Pfd. und weniger 1^ Lstr., für 10 Pfd.2 Lstr., für 20 Pfd. 2); Lstr. Der Namen staubte acttiig patent J,meistcaii cburabezieht sich wohl nur darauf, daß das sich drehende Brett auf jeder Seite einenKasten bildet und die Milch durch einander treibt.

Nach der Angabe des Preisrichters, Obersten Challoner, war in dem zwei-ten, als entscheidend angenommenen Versuche die Güte der Butter bei Wilkinson^Maschine die beste, darauf folgten Duchöne, Lavoisy, Burgeß und Kep. In derMenge der Butter aus 1 Quart Nähn, nnd der erforderlichen Zeit war die Stufen-folge diese:

Butter. Zeit.

Burgeß nnd Key . 15 Unzen 1^ Min.

Lavoisy. 14^ - -

Wilkinson. 14 - li; -

Duchöne. 9 - 2^ -

Hierbei ist aber z» bemerken, daß in Duchöne's Faß 30 Quart Rahm ausge-buttert wurden, in Lavoisy's nur 2, in den zwei anderen je 4. Ferner ist die ange-gebene Minutenzahl nicht im Allgemeinen maßgebend, weil man Rahm aus Jersey