8. 242. Magnete, Elektromagnet n. dergl. Apparate. 815
Kohle, so wird sie auch in einem stärkeren Verhältnisse gehoben, als die letztereherabgedrückt wird. Eine solche Bewegung erfordert aber einen Motor. Um diesenM beseitigen hat Deleuil eine Konstruktion angewendet, bei welcher die Bewegungder Kohle durch den elektrischen Strom, welcher einen Elektromagneten wirksam«acht, selbst bewerkstelligt wird. Dieser zieht, so lange durch die sich berührendenKohlen der Strom geschloffen ist, einen Anker an; vermindert sich die BerührungZwischen letzteren, so nimmt die Kraft des Elektromagneten ab, der Anker wirdMittelst einer Feder abgezogen; allein in demselben Augenblicke wird (vermittelsteiner sich zusammenziehenden Sprungfeder) ein Sperrhaken gehoben, der die Zahn-stange, an welcher der Kohlenträger sitzt, um einen Zahn in die Höhe hebt. Sobewirkt der galvanische Strom, ohne alle fremde Beihülfe, die Regelung des Kon-takts der Kohlen. (Bergl. Dingler's polytechnisches Journal Bd. 120 S. 43.)
§. 242.
V4. Magnete, Elektromagnet?, elektro - magne-tische und magneto-elektrische Apparate.
Hufeisenmagnete von außergewöhnlicher Größe und zum Theil von sehrbedeutender Tragkraft sind von Mehreren ausgestellt worden.
Henley (London ) hat einen Hufeisenmagnet aus 13 Lamellen, im Gewichtvon 6 Centnern, konstruirt; außerdem mehrere große und mittlere. -Die Tragekraftdes ersteren war nicht ermittelt. Die Ende» der Lamellen werden von Kappen ausweichem Eisen umfaßt, welche die Berührungsfläche für den Anker bilden. EinigeAussteller haben Magnete aus Gußeisen geliefert, welches durch eine Behandlungmit blansaurem Kali und Oel in Stahl verwandelt, gehärtet und angelassen worden(earbonirell east-iron inaAnets). (Ueber Magnete aus Gußeisen Header in Ding-ler's polytechnischem Journale Bd. 120 S. 233.) Joule's Elektromagnet, in be-kannter Konstruktion, soll, nach eigener Bemerkung des Ausstellers, bei Anwendungv°n 16 Daniellschen Elementen, auf s; Zoll Entfernung 60 Pfund anziehen. Stubs(Warrington ), Kl. XXl., Magnet nach Scoresby's Verfahren magnetisirt.
Die kräftigsten Magnete hat Logemann (Haarlem ) nach dem Verfahren vonElias gefertigt, welche das siebenfache des eigenen Gewichts ziehen; der eine trug^00, die andern 100 und 30 Pfund.
Jnklinatorien in verschiedenen Größen von Wilton (St. Day) nach For'sAngaben, zugleich zur Bestimmung der magnetischen Intensität. Sie sind von der^anibeyschen Konstruktion in mehrfacher Hinsicht verschieden und so eingerichtet,baß sie auch zum Messen von Azimuth- und Höhmwinkel gebraucht werden können,vermittelst eines mit dem Instrumente verbundenen Fernrohres soll das Instrumentauch zur Bestimmung der Abweichung gebraucht werden können, indem man denwähren Meridian auf bekannte Weise bestimmt.
Was die Instrumente zur Bestimmung der täglichen Variation der Abweichung,Magnetischen Intensität, selbst Neigung der Magnetnadel betrifft, welche vermittelstHolographischer Einrichtung ihren Gang selbstthätig aufzeichnen, so ist darüber vornS. 800 bei Gelegenheit der meteorologischen Instrumente die Rede gewesen.
Sinusbouffolen von Siemens und Halske (Berlin ), eine größere und einekleinere, für Eisenbahn -Ingenieure auf Reisen leicht zn transportiren, beide rechtbrav gearbeitet. Leyser (Leipzig ) hat den in Poggendorffs Annalen der Physik
73S.193 beschriebenen, von, Professor Weber daselbst angegebenen Apparat zurBestimmung der magnetischen Intensität gefertigt, und ist derselbe recht gut ausgeführt.
Kompasse. Einen eigenthümlichen Kompaß hat St. Johi( (Buffalo New-