Band 
Erster Theil.
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829
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8. 244. Teleskope und Handfernröhre. 829

Um Werkstätten stehe», nach der Konstruktion im Allgemeinen und dem Grade derVollendung, welche der Künstler dem Instrumente hat angedcihen lassen, so weit siedurch äußere Besichtigung erkennbar, ein Gesammtnrtheil gebildet werden können.

a. Britisches Reich.

Das größeste Fernrohr, welches aber nicht vollendet ist, mit ll^zölligem Ob-jektive, mit äquatorialer Aufstellung auf eisernem sehr soliden Träger, hat A. Roß(London ) geliefert. Es wird beabsichtigt, das Objektiv aus Englischem Glase zufertigen, insofern eS gelungen sein wird, dasselbe völlig mitadelhast darzustellen (vergl.S. 826). Auf dem großen Rohre sind zwei Sucher von >2 und 20 Zoll Fokallängeund ein größeres Fernrohr von 30Zoll Brennweite befestigt, zum Gebrauche bei nebeligemWetter. Außer dem großen Instrumente waren noch fünf astronomische Teleskopevon verschiedenen Brennweiten der Objektivlinsen vollendet aufgestellt, unter denselbenNn 42zölliges mit äquatorialer Bewegung. Das Objektiv hat 3^ Zoll Durchmesser.

Sämmtliche Instrumente von Roß zeichnen sich durch tüchtige und saubereArbeit aus.

Reade (Nyleöbury) hat ein Okular aus zwei Konverlinsen von Crown- undeiner bikonkaven Flintglaslinse konstruirt; es gewährt nächst Beseitigung der sphä-vischen Aberration und der Farbe» ein großes Gesichtsfeld, rein und klar. Der Pro-fessor P. Smyth spricht sich sehr beifällig darüber aus.

Varley's und Sohn (London ) Spiegelteleskope sind fast die einzigen Reprä-sentanten einer Konstruktion, welche durch die Bemühungen der Männer der Wissen-schaft und Kunst entbehrlich gemacht worden ist. Die ersten Teleskope waren be-kanntlich Spiegelteleskope, welche bis znr Entdeckung des Achromatismus durch3. Dollond (1754) ihre Superiorität über die dioptrischen Instrumente behauptethaben. Die von Varley gelieferten zwei Instrumente sind von geringem Durch-messer nach dem Gregoryschen Principe konstruirt. Richardson (Brede), Spiegel-teleskop nach Newton's Konstruktion; der Reflektor von Crownglas ist ein Theileines Revolntions-Parabvloides.

Gebr. Chadbnrn (Sheffield ) haben eine reiche Sammlung von Handfern-röhren zum Scegebranch, sowie auch kleinere, desgleichen Operngläser geliefert;ebenso Salmon, Direi, Goddard, sämmtlich aus London , Letzterer ein achroma-tisches Objektiv von 9 Zoll Oeffnnng, 16 Fnß Brennweite; Watkins u. Hill eine3zfüßiges, Marrat ein äfüßiges achromatisches Teleskop u. a. m. Einen 7füßigenAchromaten hat Wra y (London ) ausgestellt, von welchem im Kataloge gesagt ist,baß das Flintglas durch eine andere feste Substanz ersetzt sei, aber nicht durchwelche. Eine Mehrzahl von Fernröhren haben Elliot u. Söhne (London ) ge-liefert. Diese Künstler gehören zu den angesehensten in London , und sind unterandern ihre Reißzeuge die vollendetsten der Englischen Ausstellung. Dieselben habenferner ein Paffage-Jnstrnmeut, mehrere astronomische Fernrohre, Handfernröhre undOperngläser ausgestellt. Erich ton (London ) Handfernröhre für den Seedienst.

Vor allen sind nun die Arbeiten von Simms, dem noch lebenden Theilhaberder Firma Troughton n. Simms, und von Dvllond zn erwähnen, welche erstEnde Juni im Ausstellungsgebäude aufgestellt und in den ersten Ausgaben des Kata-loges nicht erwähnt worden sind.

Troughton u. Simms. Ein äquatoriales Fernrohr für die Breite von 25",«ach Fraunyofer's Weise aufgestellt; es wird durch eine Uhr bewegt, wodurch dieWirkung der Rotationsbewegung der Erde aufgehoben wird. Durchmesser des Ob-jcktivglases 4,9 Zoll, Fokallänge ungefähr 7 Fnß. Die Achse des Deklinationskreises2 Fnß, des Rektaszensivnskreises 3 Fuß; jeder Kreis hat 15 Zoll Durchmesser. DieDeklinationsachs- ist offen, ihre Endigungen sind cylindrisch und gestatten die An-wendung eines Nivean's, wodurch die Ajnstirnng des Instruments erleichtert wird.