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selben nicht in einem direkten Zusammenhange steht; es kann nämlich die Lichtinten-sität bedeutend sein. obschon die chemische Thätigkeit nur gering ist, und umgekehrt.Ebenso stimmt auch der Brennpunkt der chemisch wirkenden Lichtstrahlen nicht genaumit dem Fokus der leuchtenden Strahlen überein, sondern liegt der Linse etwasnäher als letzterer, wovon sich Claudel bei Anwendung von nichtachromatischenund achromatischen Linsen überzeugt hat. Dynaktinometer, ein Instrument, um dieIntensität der Lichtbilder erzeugenden Strahlen und die Stärke der Objektivgläser zumessen; (hierüber hat der Künstler einen Aufsatz im Junihefte des kbilosapbical Lla-Zsrine 1851, übersetzt in Dingler's polytechn. Journal, Bd. 123. S. 223 geliefert).
Eine neue Kamera obscura, so eingerichtet, daß man mit der größten Leichtigkeitirgend ein System von Objektivgläsern mit derselben verbinden und nach Umständenumwechseln kann, je nachdem es die Platten erheischen. Man kann sich derselbenohne irgend eine Umgestaltung sowohl für Platten als für Papiere bedienen, fürPortraits oder Ansichten von Gegenden.
Merkwürdig waren die Resultate angestellter Versuche über die Wirkung ver-schiedenfarbigen Lichtes auf präparirte Platten. Bedeckt man nämlich ein Bild halbmit gelbem, halb mit blauem Glase und kopirt es in der Kamera, so wird der mitersterem bedeckte Theil, welcher dem Auge vollkommen sichtbar war, kein Bild hervor-gebracht haben, während der mit blauem Glase bedeckte dem Auge kaum sichtbareTheil ein vollständiges Bild erzeugt hat, gleich als hätte er sich hinter gewöhnlichemfarblosen Glase befunden. Darstellungen der Sonne, des Mondes bei verschiedenenZustände» der Atmosphäre; Abbildung des farbigen Sonnenspektrums auf iodirtcnund bromo-iodirten Platten; Darstellung der Wirkung von den verschiedenartigstenWasserfarben auf präparirte Platten. Das Blau im Berlinerblau zerstört die Bro-mirung weniger, als Ultramarin und Roscnroth; Indiz wirkt sehr wenig, Gelbgrünfast gar nicht. Blaues Licht macht weiß; grün, gelb, vrange, roth machen schwarz.
Endlich war noch eine bedeutende Zahl von Daguerreotyp -Portraits zur Schaugestellt, welche zu den gelungensten der Ausstellung gehören.
Mayall (London ), eine Anzahl von Daguerreotypen auf silberplattirten Plat-ten, Landschaften nach der Natur, nach Kupferstichen „Kra^on-claguerreot^per.--Photographie auf Glas. Zu solchem Behufe wird recht reines Glas mit Eiweißoder einer Lösung von reiner Gelatine überzogen, welchem einige Tropfen einer Lö-sung von Jodkalinm zugefügt worden, dann mit der Silbersolntion vermischt, mitGallussäure behandelt und in die Kamera gebracht. Statt des Eiweißes ist auchKollodium (eine Lösung von Schießbaumwolle in Aethcr) angewendet worden. Nachder Behandlung in der Kamera findet noch eine Operation mit Pyrogallussäurestatt. (Diese Verfahrungsweiscu sind bereits durch technische Zeitschriften veröffent-licht, siehe unter anderen auch die Angaben von Poitevin in den Komxtes renilusTom« 32, p»g. 827.) Die von Mayall und von Hörne gelieferten Proben nachdem vorstehenden Verfahren waren gelungen zu nennen.
Hennemau und Malone (London ), Talbotype auf Papier, Seide undandere Gewebe, Porzellan, Elfenbein. Das Papier wird, wie bekannt, mit Silber-iodid bedeckt, und für den Eindruck des Lichts dadurch möglichst empfindlich gemacht,daß man es mit einer Lösung von salpetersaurem Silberoryd, welcher Gallussänrezugefügt worden, wäscht. So wie nun das Papier aus der Kamera genommenworden, wird die Zeichnung durch eine nochmalige Anwendung von Gallussäure ent-wickelt. Außer Talbvtypen von einem dunkeln Lilatone hatten die Aussteller auchsolche von bräunlich-gelber Färbung dargestellt; die ursprünglichen Talbotype sindnämlich zu diesem Ende mit Aetzkali und einem Bleisalze behandelt worden, wodurchzugleich auch die Firirung der Farbe vermehrt wird. Chromotypen: man tränktPapier mittelst einer Lösung von zweifach chromsaurem Kali und Kupfervitriol ; nachder Behandlung in der Kamera wäscht man dasselbe mit Höllensteinlösung, wodurch