840 X- Klasse. Instrumente aller Art.
führung geliefert. Gouiu Mancvmble, kolorirte Dagnerreoiype. Le Gray,Saugrin, Thierry (Lyon ), Sabatier, Flacheron-Hayard haben einzelneArbeiten geliefert.
ei. Nordamcrik a.
Ausgezeichnete Dagnerreotypen in -Menge waren von Amerikanischen Künstlerneingesendet; vor allen verdienten hervorgehoben zu werden: Brady, Lawrence,beide aus New-Uork, und Whipple (Boston ). Der Erstere und der Letztere habeneine Sammlung von Portraits berühmter Amerikaner ausgestellt, welche die allge-meinste Aufmerksamkeit erregte, und sich durch Klarheit, Schärfe und Lebendigkeitder Darstellung rühmlichst auszeichnete. Nicht minder war dies auch der Fall mitden trefflichen Portraits von Lawrence. Evans (Buffalo) hatte den Niagarafallin zwölf verschiedenen Ansichten dargestellt, desgleichen auch Whitehnrst (Balti-more ). Harrison (New-Uork), Lmnoi-a eigner Fabrikation und Dagnerreoiype.Portraits von Gavitt, Mayall, Gebr. Mead, Pratt. Root hatte negativeund positive Talbotype gesendet.
Fassen wir Alles zusammen, so ergiebt sich die erfreuliche Thatsache, daß dievor wenigen Jahren entdeckte Methode der Lichtbilder-Erzeugung bedeutende Fortschrittegemacht hat, daß man zu Resultaten gelangt ist, welche kaum etwas zu wünschenübrig lassen. Man kann nicht Vollendeteres sehen, als architektonische Darstellungenvon Mariens und Portraits von Clandet, Lawrence und Whipple.
h". Optische Apparate für Lcuchtthürme.
Die zur Ausrüstung der Seelenchten angewendeten optischen Apparate sind ent-weder katoptrische (parabolische Hohlspiegel), oder dioptrische (pvlyzonale Linsen),oder drittens eine Kombination beider. Man unterscheidet sire und Drchfeuer, d. h.solche, wo das Licht ohne Unterbrechung und in gleicher Stärke stetig scheint, oderwo das Licht intermittirt, theils auch in Perioden Heller und weniger hell gesehen wird.
Das katadioptrische System, von Augustin FreSnel 1823 in Frankreich an-gewendet, ist durch die Bemühungen von Fran?ois jnu. ins Leben gerufen wor-den, welchen! es 1843 gelang, alle Schwierigkeiten glücklich zu besiegen (Lulletin Nola 8ooiöt!; ci'bmconraAomont 1843, rLoüt). Ein Apparat erster Größe besteht ausacht polyzonalen Linsen, welche eine hohle Trommel bilden, in deren Mittelpunkt(Brennpunkt der Linsen) sich die Lampe befindet. Dieselbe hat vier konzentrischeDochte und verzehrt meist 1^ Pfund Oel in der Stunde. Ueber dieser Trommel isteine aus prismatischen Glasringen (meistens 13), von abnehmendem Durchmessergebildete Kuppel, welche dazu dient, die auf die Prismen fallenden Lichtstrahlen durchzweimalige Brechung sowohl unter einander als mit den horizontalen Parallel austretenzu lassen. Unter der Zone der Linsen ist ferner eine aus prismatischen Ringen gebildeteTrommel (6 Ringe) angeordnet, welche gleiche Bestimmung hat, als die Kuppel. Esmag hier der bekannte Lehrsatz der Optik erwähnt werden, daß, wen» sich Licht nachallen Richtungen hin verbreiten kann, die Intensität der Helligkeit sich indirekt denQuadraten der Entfernung von der Lichtquelle verhält. Wird dagegen das Licht inparallelen Strahlen verbreitet, so findet eine so bedeutende Abnahme der Helligkeitnicht statt. Hieraus erklärt sich die Konstruktion der dioptrischen Leuchtapparate.
Im Mittelraume des Ansstellungsgebändes waren zwei große dioptrische Appa-rate für Leuchtthürme nebst einem derartigen kleineren, ferner ein katoptrischer auf-gestellt. Der größere und vollkommnere Apparat war von Wilkins und Le-tournau geliefert, Klasse VII. Er ist für Leuchtthürme erster Klasse bestimmt.Das Glas ist Französischen Ursprungs, sowie auch die ganze Konstruktion unmittel-bar nach jenem Muster ausgeführt ist. Der sich drehende Theil der Trommel be-sieht aus vier polyzonalen Linsen, zwischen denen sich prismatische Kreissegmente