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Erster Theil.
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902
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902 X- Klasse. Instrumente aller Art.

von einer Normaluhr aus in gleichzeitige Bewegung zu setzen. Die Anordnung vonShepherd zeichnet sich dadurch aus, daß der Impuls durch eine Remontoire-Hem-mung gegeben wird, wodurch die Schwankungen in der Kraft der galvanischen Bat-terie keinen Einfluß auf die Zeitmessung ausüben. Eine Smeesche Batterie setztacht Elektromagnete in Thätigkeit, welche mit 25,000 Fuß Kupferdraht, 160 Pfd.an Gewicht, umgeben sind. Zwei Steigräder sind angeordnet, deren Zähne eine ent-gegengesetzte Richtung haben; der Anker greift in das eine Rad, während ein Sperr-kegel in die Zähne des anderen einfällt. Die Steigradswelle dreht durch ein Ge-triebe ein großes Rad, welches vermittelst eines auf seiner Welle ausgebrachten koni-schen Rades die Zeigerwclle in Thätigkeit setzt.

Außer einem großen Zifferblatte außerhalb des Gebäudes, setzte die Batterienoch mehrere Zeiger an verschiedenen Stellen im Innern des Krystallpallastes inBewegung. Zu dem Ende war folgender Mechanismus konstruirt. Ein Kompcn-sativnspcndel ist an einem dreieckigen Rahmen aufgehängt und erhält durch eineFeder den Impuls, welche durch die elektromagnetische Kraft gebogen wird. Hier-durch haben die Veränderungen in der Kraft der Batterie keinen Einfluß auf dieZeitmessung. Unter der Grundplatte des Mechanismus ist ein Elektromagnet be-festigt, dessen Pole durch dieselbe hindurch reichen. Kommt das Pendel bei seinerBewegung nach rechts mit einer mit Platin überzogenen Feder in Berührung, sowird, da der Aushängepunkt des Pendels niit dem einen Pole der Batterie in Ver-bindung steht, die Kette geschloffen und der Magnet zieht einen Anker an, welcherunter einem rechten Winkel an einem Hebel befestigt ist. Dieser Hebel ist mit einerWelle versehen, welche ein Auf- und Niedergehen des Hebels, also auch des Ankers,gestattet. Von der genannten Welle geht, in entgegengesetzter Richtung, ein länge-rer mit einem Gewichte beschwerter Arm aus, nm den Anker, wenn der Magnetnicht thätig ist, abzuziehen. Sowie dagegen der Magnet den Anker anzieht, wirddas Gewicht gehoben, dadurch die Impuls gebende Feder gebogen und für den näch-sten Impuls vorbereitet. Da beim Unterbrechen des elektrischen Stroms Funkenerzeugt werden, so ist es wegen der Oxydation und schlechten Leituugsfähigkeit desOrydes erforderlich, die sich berührenden Theile mit Platin zu überziehen; Goldwar nicht ausreichend. — (Eine Beschreibung findet sich in der Zeitschrift ,,'1'llo/Vrcliitect", vol. 14. gag. 202., auch im illnstrirten Kataloge Seite 408, 9.)

I>) Frankreich .

Aus Paris hat Wagner, Neffe, eine Mehrzahl höchst sorgfältig gearbeiteterThurmuhrcn eingesendet, welche mit vollem Rechte den besten zugerechnet werden.Wagner, ein Deutscher, hat sich in Frankreich durch seine guten Arbeiten und seinreges Streben, Verbesserungen einzuführen, einen guten Namen erworben. SeineLeistungen haben auf den frühern Pariser Ausstellungen Anerkennung gefunden undsind mit goldenen Denkmünzen belohnt worden.

Die Uhren sind theils mit messingenen, theils mit eisernen Rädern versehen,mit Kompensations-Pendel und Remontoire. Bei der einen hat das Pendel oberhalbzwei gekrümmte Arme, einen auf jeder Seite, welche abwechselnd zwei kleine stählerneHebel gleicher Länge, die sich an der Welle der Hemmung lose bewegen, heben-Sowie der Hebel herabfällt, schlägt er auf den einen oder andern gekrümmten Armder horinzontalen Welle der Hemmung nnd ertheilt dadurch der letzteren dennöthigen Impuls; (vergl. Seite 907.) — Eine andere Uhr hat einen Stiftengangund Paletten an dem Pendel; das Remontoire besteht in einem beschwerten Hebel,welcher, wenn er sinkt, einen Windfang auslöset, wodurch das stoßweise Aufsteigendes Gewichts verhütet wird. Hierdurch wird ohne Zweifel den plötzlichen Sprüngendes Minutenzeigers vorgebeugt, welche z. B. bei Dent's Mechanismus stattfinden,und eine größere Gleichförmigkeit und Sicherheit der Bewegung erzielt. Eine endlose