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Erster Theil.
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§. 256. Thurmuhren.

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trägt, am andern einen quer durchgesteckten Keil. Der Hammerstiel kann sich aneinem zweiarmigen Hebel, welcher auf einer Welle normal befestigt ist, in der Weiseverschieben, daß, wenn die letztere sich dreht, die Kugel des Ha'mmerS, vermöge er-langter Centrifugalkraft, sich von der Drehachse zu entfernen strebt, also den Ham-merstiel soweit mitnimmt, als es der vorgesteckte Keil gestattet. In diesem Augen-blicke trifft die Kugel die Uhrschelle und zwar in senkrechter Richtung, worauf sie,vermöge ihres eigenen Gewichts, fällt und der eiserne Stab seine vorige Lage wiederannimmt. Als Gegengewicht für den Hammer ist auf der Welle ein schwerer, kur-zer Hebel angeschraubt. Durch diese Konstruktion wird ein Schlagen in gleichenZeitintervallen bewirkt, die Unregelmäßigkeiten vermieden, welche der Windfang mitsich führt, und die Kraft gespart, um letzteren zu bewege». Die ganze Konstruktiongiebt von dem erfinderischen Talent des Herrn Roberts ein rühmliches Zeugniß,wovon weiter unten noch mehr die Rede sein wird.

Smith und Söhne (London ), acht Tage gehende Thurmühren; die eine hatein stählernes Steigernd, in welches stählerne Paletten eingreifen. Bell (London ),Thurmuhr mit Rädern aus Geschützmetall, mit angelassenen und polirten stählernenGetrieben, stählernem Steigerad niit ajustirten Paletten, Drahtseilen. Vulliamy(London ), Modell einer eigenthümlichen Art, das Pendel aufzuhängen, nämlich aufden Basen von vier gleichschenklichen Dreiecken. Dieses Prinzip ist bis jetzt erstzweimal ausgeführt worden, unter anderen an einer Uhr im General-Postgebäude inLondon . Die Vortheile, welche dadurch erreicht werden sollen, sind: daß keine Federzur Aufhängung des Pendels erforderlich ist, welche durch Temparaturwechsel Ver-änderungen in der Elastizität erleidet; ferner kann eine schwerere Linse angewendetwerden, als bei dem Gebrauche einer Feder thunlich ist u. a. m. Derselbe hat auchein aus Schiefer gefertigtes Thurmuhr-Zifferblatt ausgestellt.

Blaylock (Lang-Island), Vorrichtung, um die Beleuchtung der Thurmuhr-Zifferblätter durch Gas nach der Nachtlänge selbstthätig zu reguliren, wobei zu be-merken, daß die Gasflamme stetig, auch am Tage, allein sehr niedrig fortbrcnnt..—Die senkrechte Welle, welche das Stundenrad dreht, trägt eine endlose Schraube,vermittelst welcher dieselbe ein Rad bewegt, welches auf einer kurzen Welle sitzt, diezwei gezahnte messingene Quadranten trägt. Der kürzere von beiden ist am äußernTheile des Kreissegments, der längere am inneren Theile desselben mit Zähnen ver-sehen. Zwischen beiden fitzt ein kleines Rad, welches durch eine kurze Welle miteinem größeren verbunden ist, in welches das Getriebe eines Sterns eingreift.Sämmtliche vorgenannte Theile sind an einem eisernen Arme befestigt, welcherseinerseits wieder auf die Welle des mit der Schraube ohne Ende in Eingriff stehen-den Rades (vergleiche oben) aufgebracht ist. Am Gestelle des Werkes ist ein vier-kantiger Stift verstellbar befestigt, welcher nach den Jahreszeiten (am längsten undkürzesten Tage) an zwei bestimmten Punkten abwechselnd festgeschraubt wird.

Hat das Uhrwerk die Stundenzeigerwelle einmal umgedreht (in 84 Stunden),so ist der vorerwähnte Arm mit dem Systeme von Rädern und Quadranten aucheinmal umgedreht worden; der Stern hat dabei an den vierkantigen Stift angestoßenund ist um 1 Zahn gewendet worden, und zwar entweder links oder rechts um, jenach der Stellung jenes Stiftes, ob er am linken oder rechte» Ende des Gerüstesangeschraubt worden war, ob Sommer oder Winter, ob kurze oder lange Nächte.Durch die Drehung des Sternes werden die beiden Quadranten entweder auseinan-der gestellt, oder einander näher gebracht. An denselben befinden sich zwei Nasen,welche den langen Hebel des Gashahnes, der das zur Beleuchtung nöthige Gaszuläßt, auf- und zudrehen. Hierdurch wird die Brennzeit regulirt. (Dingler's poly-techn. Journal Bd. 121- Seite 417. Bb. 1W. S. 103.

Shepherd (London ) elektromagnetische Thurmnhr. Schon seit Jahren hatman den Elektromagnetismus benutzt, um eine beliebige Anzahl v°n Zeigerwerken