Band 
Zweiter Theil.
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XIV. Klaffe. Leinenwaaren.

Preis Medaille erhalten, später auch Hives und Atkinson der Ver-arbeitung des Stoffs nach gedachter Stakscher Methode besondere Auf-merksamkeit geschenkt. Wir finden von Beiden feine Garne ausgestellt.

An Geweben aus China -Gras waren vorbanden von Wilfordund Söhne in Brompton ! Stück breites Betttuchleinen; ferner vonW. Kennis aus Dunfermline ein Damasttaseltuch (das Garn dazu vonMarsball und Comp.); und dann von Hivcs und AtkinsonI Stück starker Battist. Auch aus China selbst, von Whopne ausCanton waren gegen 20 Stück derartige Gewebe tbeils gebleichte, theilsungebleichte, verschrieben worden.

Alle diese Gegenstände zeichnen sich vor den gleichartigen aus Flachsgefertigten durch einen scbr gefälligen, seidenartigen Glanz aus, und auchin der Wäsche sollen sie baltbar sein.

Was nun den Handel mit diesen neuen Gegenständen betrifft, soist er sebr unregelmäßig und die Zusendungen von Cbina von fertigenWaaren sebr spärlich. Das sogenannte Gras-Clotb variirt je nach Um-ständen im Preise, wie bcinabe kein anderer Artikel: heute die Hälfte desmuthmaßlichcn Werthes, ein andermal das doppelte desselben. Taschen-tücher lO Schilling pr. Stück kommen am häufigsten vor, und diese sindschon zu 6 und auch zu 26 Schilling verkauft worden. Dies Verhält-niß wird sich indeß mit der Zeit und durch die Konkurrenz Europas , wennder Stoff in Ausnahme kommt, schon regeln. Bis jetzt wird dieses Fa-brikat noch als Knriosum allseitig betrachtet werden müssen, bis sowohlin der Anfertigung wie im Gebrauch größere Crsakrungcn gemacht wor-den sind.

Wir besprechen noch in aller Kürze die in Indien angeblich ausder Ananas - Faser (vcrgl. Th. I. S. 386 » gewebten Stoffe. Sie sindjedenfalls sehr schön von Ansetzen. Doch wenn wir den Faden betrach-ten, der ebenfalls in dem Indischen Departement gezeigt wird, so könnendie Zweifel, ob denn auch wirklich diese Stoffe von der genannren Pflanzeberstammen, kaum abgewiesen werden. Hochstehende Botaniker wollenwirklich einen Irrthum vermuthen. Der Kaufmann und Fabrikant wer-den sich schwer überzeugen lassen, daß man aus einem groben hartenuncgalen Faden, ein weiches, zartes und schönes Gewebe soll produzi-ren können.

Was nun schließlich das neue Patent vom Cbevalier Claussenbetrifft, welcher in Klasse IV. Proben der von seinem mittelst verdünnterSoda und Säure baumwollartig zubereiteten Flachs < vcrgl. Tb. I. S.36 5) gefertigten Waaren ausstellt, so dürste nach Ansicht des Referenteneine praktische Nutzanwendung nur dann Platz greisen, wenn Flachs we-sentlich billiger und Baumwolle 60 bis 100 Prozent theurer würde alsbeute. Für beides ist keine Aussicht, und diese Idee konnte auch wohl nurentstellen und größeren Eindruck machen, als 1850 die Baumwollen-Preise so sehr stiegen, was jedoch, wie die Erfahrung bestätigt, nie lange