Band 
Zweiter Theil.
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256 XVI. Klasse. Leder und Lcderwaare», Pelzwerk und Häute.

rere vorlagen. Die ganz außerordentlich grobfaserige Beschaffenheit die-ser Leder möchte sie indeß nur schlecht zum Poliren geeignet machen.

I. B. Rcad in Penrpn und Southey und Comp. in London bringen Beide einige Häute vom Nilpferd (llippopockamus) zur Ausstel-lung, welche zu Sohlleder bereitet eine Stärke von über einen halben Zollhaben, und wobei Eine sich befindet, welche 132 Pfund wiegt.

I. T. Kelsey in Lingfield und S. Branscombe in Liverpoolhaben Beide auch einige dieser monströsen Sohlhäute ausgestellt, und istes namentlich Letzterer, welcher eine solche gebracht hat, die 1847 in ge-salzenem Zustande von dem Kap der guten Hoffnung kam, und 4 Jahrenöthig hatte um vollkommen ausgegerbt zu sein; nach allgemeinerSchätzung wiegt sie wohl 1^ bis 2 Centncr.

Auch Revingtons und Söhne zu London brachten eine ähnlicheSeltenheit zur Ausstellung, nämlich ein ungefähr 2 Quadratfuß großesund zwei Zoll dickes Stück von dem Rücken eines wilden Schweines, undwaren nach Angabe dieser Herren sieben Jahre nöthig um dieses Haut-stück vollkommen in Leder zu verwandeln.

Von den Nordamerikanischen und von den Ostindischen BesitzungenEnglands war auch einiges in Sohlleder zur Ausstellung eingesandtworden.

Die von I. Allo in Montreal (Kanada ) gelieferten ^ Häute wa-ren nach Art der Baches (eine Sohllcdcrsortc, auf welche wir später näherzurückkommen werden) gearbeitet, aber sehr weich und lose, während dievon M. Clcnu und Cnmming in Chipcwa, ebenfalls in Kanada , ein-gelieferten ^ Ochscnhäutc eine viel bessere Qualität zeigten.

Beide Kanadische Lcdersorten sind mit der Rinde der Schierlings-tanne (Hemloclilmi-Ie) gegerbt worden.

Die neben anderen Ledern aus Ostindien herüber gekommenen^ Sohlhäute sind angeblich mittelst der Rinde des Babool-Baumes ge-gerbt. Einige dieser Häute waren auf der Fleischseite mit Fett getränktworden, andere nicht und kann die gute Gerbung dieser Häute nicht ver-kannt werden.

Die Vereinigten Staaten von Nordamerika , welche sich im Allge-meinen an der Ausstellung nicht sehr stark betheiligten, brachten von Lederauch nur sehr wenig; aber das was sie brachten, ist um so beachtens-wcrthcr, als es von der in öffentlichen Blättern öfter wiederholt aufsrühmlichste besprochenen Prattöviller Fabrik abstammt. Zadoc Prattauf Prattsville bei New-Uork hatte in Begleitung mehrerer Kalbfelle,worauf wir später wieder zurückkommen werden, ^ und ^ Sohlhäuteeingesandt; ^ derselben bestehen aus Nordamerikanischen , ^ aus Süd-amcrikanischen (BuenoS AyreS) Häuten. Diese Häute sind sämmt-lich mit Hemlockbark, das ist mit der kanadischen Schierlingstannenrindegegerbt. Sie haben eine bräunlich-röthliche Farbe, sind fest in Leder,zäh und elastisch. Die Gerbung der ^ Südamerikanischen Häute ist aber