ZOO XVI. Klasse. Leder und Lederwaaren, Pelzwerk und Häute.
stehend bezeichneten Gegenstände sind von sehr schöner Bearbeitung undwäre es interessant, Erfahrungen darüber einzusammeln, ob z. B. die mitGummi bereiteten gefüllten Sattelkissen sich bewähren, ob sie das Pferdvollständig vor dein sonst so nachteiligen Druck des Sattels schützen, undwelche Wirkung der alkalische Schweiß des Pferdes aus sie äußert.
Holwell in Q-uebcck (Kanada ) endlich, bringt einen Zaum zurAusstellung, dessen Zügel von Leder mit einem ungefähr 6 Zoll langenStück Kautschuck-Stoff an das Gebiß sich schließen, in der Absicht, da-durch eine sanftere Führung zu bewerkstelligen.
In Riemerarbeiten, Pferdegeschirr, Kopsgcstellen, Kummtenu. s w. haben wir folgende Aussteller namhaft zu machen.
I. E. White in London bringt neben mehreren Sätteln und Zäu-men ein zweispännigcs, ein einspänniges und ein Vorspanngeschirr zurAusstellung, welche sich durch schöne Bearbeitung und durch eine beson-dere Vorrichtung auszeichnen, welche an der Stelle der allgemein üblichenSchnalle angebracht und diese zu ersetzen bestimmt ist. Sämmtliche Ge-schirre sind mit Silber reich und geschmackvoll beschlagen und besteht dieSchnalle ersetzende Vorrichtung darin, daß ein Stift durch die gewöhn-lichen Schnalllöchcr gesteckt und darin durch eine darüber weggeschobenesilberne Kapsel festgehalten wird. Daß nun diese Kapsel sich viel schönerals eine Schnalle ausnimmt, davon haben wir uns überzeugt, und daßdiese neue Befcstigungsweise mehr Sicherheit als die alte bietet, dessensind wir nach darüber eingezogener Erkundigung versichert worden.Referent, welcher diese Vorrichtung von London mitgebracht und solche aneinem Pferdegeschirr hat anbringen lassen, kann das Ebengcsagtc be-stätigen und aus Erfahrung aus's Beste empfehlen.
C. Bell in London brachte außer seinem Damensattel ein einspän-niges Pferdegeschirr zur Ausstellung, das aus schwarzem gewichsten Lederangefertigt, mit Silber beschlagen und mit weißer Ausfassung versehen ist,auf welche letztere wir ihrer außerordentlich schönen Ausführung wegenim Besondern hinweisen müssen.
G. Taylor in Banbury stellt aus: vier Sättel, einen Zaum,Muster von Sattelgurten und ein schwarzes Kopfgestell zu einem Pferde-geschirr. Dieses letztere ist mit einem Mechanismus versehen, um dieAugen des Pferdes augenblicklich bedecken zu können, wenn es scheu wer-den sollte. Zu dem Ende befindet sich auf der Stirne des Pferdes, undzwar einige Linien über den Augen desselben, ein Stück schwarzes Zeugausgerollt und durch eine Feder in diesem Zustande erhalten. Diesesschwarze Zeug, welches Länge und Breite der Stirn des Pferdes hat,steht mit einen, neben der Trense befindlichen Slangengebiß in Verbin-dung. Wird nun dieses letztere von, Kutschirendcn angezogen, dann be-decken sich augenblicklich Stirn und Auge des Pferdes mit erwähntemschwarzen Stoff. Es wird dasselbe dadurch plötzlich alles Gesichtes be-raubt; doch hat man nur die Stangenzügel nachzulassen, um augenblick-