Band 
Zweiter Theil.
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tz. 71. Zollverein.

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Noch haben wir hier der vollständigsten und schönsten Sammlungvon Glan.zpappcn (Preßspähncn) zu erwähnen, welche die ganze Auf-stellung auswies. Sie war aus der Fabrik zu Weitlage bei Neustadt-Eberswalde, den Gebrüdern Ebart in Berlin ungehörig. Die ausge-stellten 18 Sorten, in Stärke und Farbe unterschieden, waren sämmtlichgleich meisterhaft gearbeitet, und obgleich diese Fabrikanten erst seit 14Jahren Prcßspähne fertigen lassen, wird ibr Fabrikat doch weder im Jn-lande noch im Auslande übertreffen. Sie haben wesentlich dazu beige-tragen, die Englische Konkurrenz, die noch vor l 0 Zähren hierin überwie-gend war, aus dem Felde zu schlagen. Ein großer Theil der Ebart'-schcn Deckel geht nach Rußland . Auch der Brandpappen und insbeson-dere der ausgestellten feuerfesten Pappen für Dachbedcckung, müssen wirhier Erwähnung thun. Die Königlich Preußische Regierung hat voreinigen Zähren genaue Bcrsuchc über deren Feucrsicherhcit anstellen lassen;die Proben fielen vollkommen befriedigend aus, und seil der offiziellenEmpfehlung durch die Amtsblätter im Frühjahr 1850 ist auch der Verbrauch so gestiegen, daß im vorigen Jahr bereits 2500 Quadrat-RuthenDachfläche mit solchen Pappen von Ebart belegt worden find.

Sachsc n war durch die Papiere der schönen und großartigen Fabrikvon C. F. R. Fischer in Bautzcn vertreten. Eine riesenhafte Pappevon fast 1 Zoll Ticke, 3 Fuß Höhe und 6 Fuß Länge, die in einem ein-zigen Bogen, aus einer in der Fi sch cr'schcn Fabrik konstruirtcn und bisjetzt nur in Deutschland bekannten Pappcndeckelmaschine gefertigt war,erregte allgemeine Aufmerksamkeit. Ucbcrhaupt ist der Zollverein in derFabrikation starker Pappen aus der Papiermaschine allen andern Ländernund selbst Großbritannien weit voraus. Unter den Papieren vonFischer befanden sich welche, die, gleich den Ebart'schen, mit thierischemLeim in der Masse sehr gut geleimt waren; ferner Druckpapiere fürStcinwaaren und echtes aus Hans gefertigtes Kalkirpapier (durchschei-nendes Pflanzenpapier), endlich Zeichnen- und Kupfcrdruckpapiere in vor-züglicher Qualität.

W ürtt c m berg, wo eine blühende und ausgedehnte Papierfabrikationihren Sitz hat, war auf sehr würdige Weise durch G. Schäufselen undGebrüder Rauch aus Heilbronn vertreten. Ihre Papiere zeigten einehohe Weiße, Reinheit und festen Angriff. Die Kannevas-Papiere undKartons von Schäufselen, aus nur einem Bogen auf der Maschinegemacht, waren außerordentlich fest und von sehr seiner zarter Färbung.Unter den gefärbten Post- und Seiden-Papieren von Schäufselenwaren namentlich die Nüancirungen in Grün ausgezeichnet und gehörtenzu den schönsten auf der ganzen Ausstellung. Das seine weiße Post warbesonders bcmcrkenswerth durch Angriff und Festigkeit. Auch hatteSchäufselen geripptes und mit Wasserzeichen versehenes Maschinenpa-pier ausgestellt; die Streifen waren nicht tief genug eingedrückt und nur

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