Band 
Zweiter Theil.
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XX. Klasse. Bekleidungsgegenstänbe.

Verfertigen wasserdichter Stoffe anzuwenden begann, scheint dock dieganze Einfuhr in das Bereinigte Königreich ii» Jahre 1830 nicht über50,000 Pfund betragen zu haben. Im Jabre l 842 hatte der Verbrauchim Britischen Reich sich auf 700,000 bis 800,000 Pfund vermehrt.Seit dieser Zeit hat der Verbrauch deS Gummi elastikums sowobl in Eng-land als in allen Industrieländern Europa's noch sehr bedeutend zuge-nommen und man sagt, ein einzelner Hafen in Südamerika schicke jähr-lich ungefähr 4000 Etr. nach Großbritannien . Zu der großen Konsum-tion im Vereinigten Königreiche, Deutschland, Frankreich und der Schweiz müssen wir hinzufügen, daß in Amerika und Lüdasicn die Anwendung desFederharzeS noch viel allgemeiner ist.

Die Arten von Bäume, welche Gummi elastikum liefern, sind sehrzahlreich, und wahrscheinlich ist eS, daß viele diesen Stoff enthalten, beidenen die Botaniker ihn noch nicht entdeckt baben. Der Baum, welcheram dem Festlandc Indiens am meisten liefert, ist I'icu- e-I^ticu, welcheder Ordnung der äloiaceao angehört; sie ist außerordentlich bäufig inAssam . Alle Arten der b'icu-, geben in ihrem Safte mebr oder wenigerFederharz, und selbst die gewöhnliche Europäische Feige sEicu^ <He»)cnibält es. Arten der b'ieuz liefern das von Java gebrachte Federharz;auch Ich rackula, Ich elliptica und Ich pi-innich-s werden unter denen genannt, welche einen Theil dcö von 'Amerika eingeführten Kautschucks her-vorbringen. Nach der Familie der äloraci-ae giebt die Familie der bäi-pliorlimceue die größte Quantität Federharz. Die 8ipl»oi,ü, elastio»,eine Pflanze, die man in Guinea, Brasilien und in einem großen Tbcilevon Mittelamcrika findet, liefert die beste Sorte des Gummi elastikums,welche auf den Märkten von Europa und Amerika erscheint. Einer andernGattung, genannt .Vpnev»«'m-, verdanken wir das Federharz, was ausden Inseln des Indischen 'Archipelagus eingeführt wird. Die Pflanze,welche diese Substanz in jenen Distrikten hervorbringt, ist die I'rceol:»klsstica, eine Schlingpflanze von gigantischen Dimensionen, die sehr schnellwächst. Man sagt, ein einziger Baum lieferte jährlich durch Klopfen 50bis 60 Pfund. Viele andere Pflanzen aus dieser Ordnung geben Feder-harz; von denen, die aus guter Quelle genannt wurden, beben wir her-vor: Lollopliora utiliz und ('-»nerurü, latilnlm. Pflanzen aus Südame-rika, Valrea Aummiseiu aus Madagaskar und ^VilluPcheia minIE ausOstindien. Zu dieser Ordnung gehört auch der Kuhbaum oder !!>-> II)'.»(laberimemontana utilis) aus dem tropischen Amerika , welcher einenMilchsaft liefert, den die Eingcborncn jener Länder, in denen er wächst,trinken.

Das Federharz ist augenscheinlich, während es sich in den Fasernder Pflanzen befindet, in einem flüssigen Zustande, aber nach seiner Tren-nung von den andern flüssigen Theilen wird sein Zustand verändert; esbildet eine feste Masse, im Charakter dem vegetabilischen Eiweiß ähnlich.In diesem Zustande ist eS dicht und hart, kann aber getrennt und ausein-