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tz. 2. Messerschmiedarbeiten. Vorbemerkungen.
eben so sehr a!S rücksichtlich der Schönheit unvollkommen -genannt werden,müssen und dennoch ihr Verdienst haben, wenn sie nur im Verhältnissezu ihrem sehr niedrigen Preise als gut bezeichnet werden können.
Diese Betrachtung soll darauf aufmerksam machen, wie sehr derPreis eines Fabrikates mit in Rücksicht zu nehmen ist, wenn cS sich umtechnische Beurtheilung desselben handelt; sie führt aber eben hierdurch zuder Bemerkung, wie cS schwer, sogar untbunlich ist, eine in jeder Hin-sicht haltbare Kritik von AuSstcllungs-Objekten zu geben, wo theilwciscdie Preise der vorliegenden Stücke gar nicht in Erfahrung zu bringensind, thcilweisc wenigstens ungewiß bleibt, ob die Preisangaben zuvcrlässig seien, und ob für den angegebenen Preis eine völlig mustcrmäßigcWaare in Quantitäten geliefert werden würde. Wenn dieser Ucbelstandbei Industrie-Ausstellungen überhaupt jederzeit und rücksichtlich der meistenWaarengattungen gefühlt worden ist, so müssen wir ihn im Besondernrecht entschieden bei der gegenwärtigen Ausstellung und namentlich bei derjetzt in Rede stehenden Klasse der Schncidwaaren bcrvvrhcbcn; um somehr als überdies die Industrie verschiedener Länder unter so verschiedenenäußeren Verhältnissen arbeitet, daß eine einfache Vergleichung der Preisenach ihrem Nominalbeträge gar nicht berechtigen kann, über deren Ange-messen beit oder Nichtangeiiiessenhcit abzusprechen.
Bei so mißlicher Beschaffenheit der Grundlagen, auf welche einetiefer eingehende Kritik der ausgestellten Waaren gebaut werden müßte,ist durch die Natur der Dinge die größte Behutsamkeit angerathcu, undwird sich deshalb das folgende hauptsächlich aus allgemeine Bemerkungenbeschränken, eine sehr spezielle Beurtheilung und Vergleichung aber unter-lassen werden müssen.
Abschnitt I.
Messerschmied arb eilen.
§. 2.
Vorbemerkungen über Messerschmiedarbeiten.
Von den unter diese Rubrik fallenden Artikeln, als: Tischmessernund Gabeln, Federmessern, Taschenmessern, Rasirmcsscrn, Jagd-undGartenmessern, Schecrcn aller Art rc., ist aus englischen Fabriken einereiche Menge ausgestellt worden: der Zollverein hat, größtenthcils vonpreußischen Fabriken, ziemlich viel gebracht; Oesterreich und Frankreich dagegen wenig, und die übrigen Länder fast nichts. Dies Verhältnißentspricht dem bekannten Umstände, daß Mcsserschmiedwaarcn so wieHandwerksgeräthe aller Art nur aus den Fabriken zweier Länder in denWelt-Handel gebracht werden, nämlich von England und dem Zoll-verein. Was blos die Qualität der genannten Artikel anlangt, sowird allerdings auch von anderen Ländern Vorzügliches geleistet. Sozeichnet sich z. B. Frankreich besonders aus durch die vollkommene Güte