XXV Klasse.
Thonwaareu, Porzellan, Steingut undgemeines Töpferzeng.
K. 95.
V o r w o r t.
^ie sowobl in den Fabriken als im allgemeinen Handelsverkebr ge-bräuchlichen ungenauen und unrichtigen Bezeichnungen der einzelnenThonwaarensorten bedingen nothwendig eine Feststellung der Unterschiedederselben. Nur in dieser Weise werden allzubäusige, störende Wieder-holungen in dem folgenden Vortrage zu vermeiden sein.
Die von dem Erekutiv-Kommiltec der Londoner Allgemeinen In-dustrie-Ausstellung für die Arbeiten der Beurtbeilungs-Kommission vor-geschlagene Klassifikation stimmt im Wesentlichen übercin mit den durchdie Wissenschaft angenommenen Hauptabthcilungen der Tbonwaaren.Nur ist zu bemerken, daß bei den einzelnen Unterabtbeilungen die Eigen-tbümlichkeiten der Englischen Fabrikation, wie sie bis jetzt sich entwickeltbat, zu sehr bis zu den unwesentlichsten Abänderungen berücksichtigt wor-den sind.
Wir geben hierunten diese Klassifikation in der ursprünglichenFassung mit Bezeichnung der Deutschen Ausdrücke und der unerläßlicherscheinenden, am Allgemeinsten anerkannten technischen Erläuterungen.
Thonwaaren-Fabrikation, Porzellan, Irdene Waaren n.
V. Acchtcs Porzel l a n. Die Masse gleichsam geflossen, dicht,nicht mit dem Messer ritzbar, feinkörnig, durchscheinend, sehr klingend,weiß, gleichartig, strengflüssig. Die Zusammensetzung der Masse bestehtaus unschmelzbarem weißen Thon — Kaolin oder Porzellanerde — undeinem zu Glas schmelzbaren, unbildsamen Zusätze, dem sogenannten Fluß,