Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
633
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Sechste Gruppe.

Schöne Künste.

XXX Klasse.

Werke der schönen Kunst.

Berichterstatter:

Professor G. F. Waagen in Berlin .

§. 155 .

Vorwort.

Obgleich die Ausstellung aller Völker der Erde, welche zu London indem Krystall-Palast stattgefunden, eigentlich und wesentlich der Industrie,von dem rohen Produkt bis zu den sinnreichsten Erzeugnissen der Ma-schinen der verschiedensten Art und der künstlichsten Handarbeit, gewidmetgewesen ist, hat die Königliche Kommission von England deßungeachtetdie schönen Künste, mit Ausnahme der Malerei, als einer selbststandigenKunst, nicht ausgeschlossen. Und gewiß mit großem Recht. Denn aufder einen Seite gehört ein großer Theil der Ausführung in den Werkender Architektur und Skulptur durchaus dem Handwerk an, auf der andernSeite greifen die bildenden Künste in sehr viele Zweige der Industrie sotief ein, daß es oft schwer zu entscheiden ist, ob ein Gegenstand mehr deneinen oder den andern angehört. Ist dieses am Schlagendsten bei denArbeiten in edlen Metallen der Goldschmiede und Juweliere, bei denen inBronze, Eisen oder Zink, so wie in Porzellan, in Glas, in Thon, endlichbei allen Möbeln der Fall, so spielen sie doch auch bei den Fuß-Teppichen,den Tapeten, so wie bei allen gewirkten und gefärbten Stoffen eine sehrwichtige Rolle, denn von ihnen geht die Schönheit und der Geschmacknach den Gesetzen aus, welche jedes Material erheischt. Auf dem Welt-märkte aber werden, bei sonstiger gleicher Güte und Preiswürdigkeit, stetsdiejenigen Gegenstände der Industrie den Preis gewinnen, welche in