Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Älaffe. MetaUwaaren.

§. 41 .

Oesterreich, die Türkei, Tunis .

1. Oesterreich.

Die Blecharbeiten wäre» aus Oesterreich trotz der bedeutende» Entwickelung,die sie dort genommen haben, nur schwach vertreten.

Nr. 433. Pleisch vou Wie» stellte verschiedene aus Schwarzblcch zusammen-genietete mit der Parisschen Glasur emaillirle Gefäße aus, worunter ein 3 Fuß tieferund 4 Fuß weiter aus Stücken zusammengenieteter Kessel besonders bemerkenSwerthist. Das Emaille war gleichförmig ausgesetzt aber nicht so gut geflossen, wie anden mit dem gleichen Schmelz überzogene» Englischen und Französischen Gefäßen;die Blccharbeit sehr roh. Es sollte wohl hier ein Muster sehr billigen Eiscngeschirrcsgegeben werde».

Nr. 423. Die K. K. Privilegirtc Fabrikgesellschaft zu WöllerSdorf hatte Back-formen aus Weißblech ausgestellt, welche auf einen auffallend niedern technischenStandpunkt dieses Etablissements hinweisen, während ihr Material, dem beim Treibensehr viel zugemuthct war, ausgezeichnet zu sein scheint.

Nr. 643. Becker u. Kronick in Wie» hatte» neben schönen lackirten Papicr-machee-Waarcn auch einige lackirte Kaffecbretter von Eisenblech ausgestellt. DieVergoldung war matt, und kam der Englischen bei Weitem nicht gleich, sonst aberwar die Waare tadellos.

Nr. 435. 2- B- Egg er aus Willach in Kärnthcn hatte eine WO Fuß langegut gefertigte Bleirehre von Zoll Weite und Proben von 3fachen Bleiröhrc» aus-gestellt, wofür ihm eine Preismedaille ertheilt wurde.

2. Türkei .

Nr. 1920. Hadgi Ibrahim, Aga von Erzerum, hatte eine zum Zimmer-wärmen bestimmte aus Messingblech getriebene Vase mit muschelförniigen Windungenungefähr 3 Fuß hoch und einschließlich der starken Ausladung etwa eben sovuelim Durchmesser haltend, nebst Deckel und einem Untersah-Beckcn von 5 Fuß Durch-messer, einige getriebene messingene Leuchter und ordinairc getriebene Teller ausgestellt.Der Wärmapparat und die Leuchter des Aga beurkunden eine» sehr gewandten Me-tallarbeiter und die Form ist, wenn auch nicht schön, doch gefällig.

Nr. 1730. Christo in Konsiantinopel hat ebenfalls eine» kupfernen Zimmcr-wärmer ausgestellt. Die Zeichnung ist nicht übel und erinnert an die altgrichischenFormen. Das Gleiche ist der Fall bei einem ausgestellten Waschbecken mit durch-löchertem Deckel nebst Wasserflasche. Einige dabei ausgestellte Knpfergefäße sind aus-gedreht und schön verzinnt; unter denselben besindet sich ein Aufsatz cylindrischcr Ge-fäße zum Speiseutragcn.

Nr. 1729. Getriebene Messing-Arbeiten von Scntari, worunter wieder eineKohlenpfanne, ein ägyptisches Sänlenkapitäl nachahmend, mit einem flachen blälter-förmigen Ilntcrsatz. Die in dem Deckel befindlichen Zuglöcher bilden kleine Guir-landen und zeigen eine niedliche Zeichnung. Man sieht diesen Arbeiten an, daß inder Türkei die getriebene Handarbeit noch allgemein im Gange ist und gnt bezahltwird, wie es in Deutschland im vorigen Jahrhundert noch der Fall war. Ein PaarSteigbügel aus Messing und vergoldet, orientalischer Form, also mit 4eckigcn großenTritten mit zierlicher Ciselirarbeit und zur Besetzung mit Juwelen eingerichtet ver-dient auch der Erwähnung.

3. T u n i s.

Unter der Ausstellung des Bey von Tunis befand sich eine Anzahl getriebenerund verzinnter Gefäße anS Kupfer, deren Formen znm Theil an die altgriechischcn