Band 
Dritter und letzter Theil.
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§. 51. Zunahmc der Produktion.

tivirung der Metallverarbeitung auf daS Wohl einer Nation ausübenkann, veranschaulichen am besten die in England gewonnenen Resultate.Wir geben deshalb aus den bessern statistischen Werken Englands, vonPorter, Mac Eulloch u. A., einige Notizen über den Aufschwung, dendie Metallverarbeitung an einzelnen Punkten Englands genommen hat,und werden damit nicht nur die Grundlosigkeit der Behauptung von einerindustriellen Uebcrproduktion Deutschlands , sondern gcgenthcilig denMangel an einer auch quantitativ zu gering ausgebildeten Waarcn-Erzcu-gung unseres mit Arbeitskräften so reichlich versehenen Vaterlandes inüberzeugender Weise darthun. Wir wollen zuerst nur aus einigen Bei-spielen zeigen zu welcher ricscnmäßigen Höhe in England die einzelnenFabrikationszweigc gelangt sind. Die Ausdehnung der kaum einigeIahrzchenden alten Stahlfcdersabrikation haben wir so eben beschrieben.Zu Stecknadeln verarbeitet allein das HauS Edclston und Eomp. in Bir-mingbam an 3000 Eentncr Messing. Diese Stecknadeln, der Länge nachhintcreinandcrgelegt, würden eine Linie von vielen Tausend Meilen Längebilden. Einzelne Häuser in Birmingham erhalten nicht selten Bestellun-gen aus 5 bis 10 Millionen Nadeln in einer Sorte. So groß aberhiernach die Produktion an Nadeln erscheinen muß, so überraschend ist es,daß die Darstellung von Fischangcln ungefähr ein Sechstel der NadelProduktion beträgt. Zu überzogenen Knöpfen wurden im Jahr. 1850 inBirmingham nicht weniger als 120,000 Ellen verschiedener Gewebeverarbeitet, wovon ungefähr ein Drittel Futterzeug (Kanevas). DieKnopfsabrikation beschäftigt bort schon unmittelbar über 3000 Personen.Der Gcsammtwcrth der Metallwaarencrzeugung in Birmingham , ein-schließlich der gold- und silber-plattirten Waaren, wird zu 26 MillionenThalern angeschlagen, der Totalwertb der gesammten Metallwaaren-Er-zeugung Englands, mit Einschluß der Schneidwerkzeuge, zu 60 Millionen.Bei Weitem der größte Theil hieran besteht in Arbeitsverdiensten, da, wasan Kupfer, Eisen und Steinkohle dazu nöthig ist, auch im Lande gewon-nen und der Werth dieser Stoffe ausschließlich durch Arbeit erzeugt wird,denn nur ein Theil dcS zu den feinern Stahlsorten erforderlichen bessernEisens, im Betrage von etwa 700,000 Rthlr., kommt vom Auslande.So enorm die Produktion ist, so verschiedenartige Verhältnisse treten inderselben auf. Während die gröbsten Stecknadeln nur um etwa 2 Sgr.das Pfund theurer in den Handel kommen, als der Draht aus dem siegefertigt werden, erhebt sich in den Uhrfedern der Werth des Materialsaus das 2000sache. Der Lehrjunge beginnt mit 10 Sgr. Verdienst in derWoche und erhebt sich je nach Fleiß und Geschick rascher oder langsamerzu 2 bis 4 Thalern; ist er ein geschickter Arbeiter geworden, so verdient er6 bis 12 Tbalcr wöchentlich, ohne jedoch auf einer höher» Stufe alsderjenigen des gewöhnlichen Arbeiters zu stehen. Die sogenannten b'orem,-»oder Meister- Arbeiter stehen noch weit besser und beziehen oft mehr als1 Lstr. (6A Rthlr.) täglich; nicht selten gelingt cS dem Einen oder Andern