Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXII. Klasse. Metallwaareii.

Die Zahlen dieser Tabelle sprechen für sich selbst, in ihnen tritt derRiesengeist der Englischen Industrie in seiner ganzen Grüße hervor undredet mahnend zu den mit Naturschätzen und Kräften eben so reich geseg-neten Deutschen Stammgenofscn, denen die gleichen Märkte offen stehen.

Zum Schlüsse haben wir noch einiges über den Bericht zu sagen,welcher Namens der Jury der Klasse XXII. erstattet worden ist. Wirbaden hier vor Allem zu bemerken, daß derselbe erst zum Borschcin kam,nachdem sich die Jury längst ausgelost hatte, und daß nicht nur keine Be-rathung über seinen Inhalt in der Jury stattgefunden hat, sondern derselbeüberhaupt den meisten Mitgliedern der Jury noch lange nach der Einreichungunbekannt geblieben ist. Er wird somit mehr als Ausdruck der Ansichtzweier Englischer Mitglieder der Jury, des Berichterstatters und des stell-vertretenden Vorstands, (wirklicher Vorstand der Jury war ein Amerikaner,der schon im Juli London verlies), als der der Ansicht der gesammtcnJury oder ihrer Mehrzahl zu betrachten sein. Was wir von der darinausgesprochenen Behauptung „daß den Britischen Metallfabrikaten durch-aus der erste Rang gebühre" halten, ist aus dem oben gesagten zu ersehen:wir können sie nur zur Hälfte bestätigen, und glauben, daß unsere verehr-ten Kollegen aus Albion in ihrem Berichte die Leistungen ihrer Landsleuteim Gießereiwesen sehr überschätzt haben. Auch den auf den Französischen Geschmack und Lurus gemachten Angriff können nur nicht unterzeichnen.Die Franzosen sind gerade darin, wie man ohne übertriebene Material-Verschwendung etwas Schönes und Bequemes darstellt, am Weitesten,während der Engländer seinen Lurus durch Ucbermaaß von Stoff, Formund Arbeit bethätigt, wie namentlich an den ausgestellten Luruskamincnzu ersehen war.

Wenn der Jurybericht sagt: es habe die Jury Gegenstände beurthei-len müssen, welchen kein Beweis beigefügt gewesen sei, daß sie in demLande, aus dem sie gesandt wurden, auch für den Handel gefertigt wer-den, was unbestreitbar aus die fremden Länder abzielt, so hätte dabei wobtauch erwähnt werden sollen, daß die Mehrzahl der hervorragenden Me-tall-Arbeiten Englands nur Schau-Arbeiten, ausdrücklich blos für dieAusstellung gefertigt und nicht kurrente Waare waren. Gerade das hatdie Deutschen Metallwaaren in Schatten gestellt, daß sie fast ohne Aus-nahme aus den Handelsvorräthen herausgegriffen und nicht besonderszur Schau aufgesetzt waren wie die Englischen.

Auch die Staatsfabriken der Ausländer greift der Jurybcricht an,und wundert sich, daß ibnen gegenüber die Privat-Jndustrie noch bestehenkann. Es kann damit nur auf die Bayrischen Statnengüfse, die BerlinerEisengüsse und die Spanischen Büsten abgesehen sein. Wären über dieVerbältnisse der betreffenden Staatsanstalten von dem Berichterstatternäbere Erkundigungen eingezogen worden, so würde er erfahren haben,