Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXIV. Klasse. Glaswaarcn.

Kannellirtes und geripptes Jalousieglas, OiinnelglaS, Furchenglas, RiefenglaS,durch Blasen in »lessingenen, unten geschlossenen, etwas verjüngt zugehenden, 15 Zollweiten und 20 Zoll hohen cylindrische» Marinen, die der Länge nach mittelst einesCharniers geöffnet werden können, erhalten, zeigte hinlänglich tiefe Rinne» oderRiefen, so daß beim Hindurchschen ein Erkennen der Gegenstände auf der andere»Seite nicht möglich war, Dachziegel, flach und gebogen.

Farbiges Tafelglas, sowohl im Hafen gefärbt, wie Ueberfangglas , darunterrecht gutes, rothes Ueberfangglas sKupferrnbin ), welches in einer großen Scheibesehr gleichmäßige Färbung zeigte, Zu einem Rahmen hatte Herr Chance eineMnsterchartc von farbigen Gläserne aufgestellt, und gelungen dürste man außerdem Rubin auch noch da« Gelb, Grün, Blau und Violett nennen, weniger dasRosa, welches mir in der Schönheit, wie es die Theresicnthalerhütte in Bayern darstellt, anderwärts noch nicht vorgekommen ist. Um die Stärke des UeberfangS anden Ueberfanggläsern erkennen zu lassen, waren in mehrere mit tropfbarflüssiger Flußspathsäurc Figuren geätzt (otolnal), oder mit gasförmiger Klnßsänre (ombossofl),wodurch das weiße Glas zugleich einen eigenthümlichen Silberschein erhält, indemdurch das schnellere Auflösen des amorphen Glases und des langsamern der in demamorphen Glase ausgeschiedenen krystallisirtcn Silikate, durch das flnßsaure Gas un-ebene Flächen mit verschiedener Lichtbrechung entstehen, was bei den, mit flüssigerFlnßsänre geätzten eben so wenig als bei dem glatt ansgcschliffcnc» Uebcrfangglaseder Fall ist.

Mit Französischen, Belgischen und Deutschen Arbeitern, unter Direktion desHerrn Bontemps, begannen die Herren Chance die Fabrikation des Walzenglases, und zwar im Monat September 1832, Einzelne Bläser wurden mit 0 bis 8 Lstr,wöchentlich gelohnt. Nachdem die Englischen Arbeiter herangebildet waren, ist derLoh» wieder auf seinen früheren Standpunkt von 40 bis 00 Schilling die Wochegesunken.

Meine Frage an eine» der Herren, ob sie noch Deutsche Arbeiter beschäftigen,beantwortete derselbe mit „Stein," sie könnten die Deutschen Arbeiter nicht mehr verwenden, weil solche Alles machten und eben deshalb nie die Fertigkeit in dem Einzelnen erhielte», wie die Englischen Arbeiter, Erwähnung verdient auch eine Aeußernng des Jnrhmitgliedes Herrn R, L, Chance, daß er nämlich nicht eher dasTafelglas mit Vortheil fabrizirt habe, als bis er Konkurrenten erhalten, waseine» Beleg mehr dafür abgiebt, daß nicht das Monopol, wohl aber die Konkurrenzeins der geeignetsten Mittel zur Hebung eines neuen Fabrikationszwcigcs ist.

In 20 Schmelzen im Monat und 54 Stück 20 Ctr, haltenden Arbeitshäfenkönnen die Herren Chance 21,000 Ctr, Glas liefern. Rechnet man 1 Pfd, aufden Quadratfuß, so würden sie monatlich -2,100,000 tzZFuß und jährlich, das Jahrzn 10 ArbeitSmonaten gerechnet, 21,000,000 HZFnfi Tafelglas z» produziren imStande sein. Hierdurch wird es auch begreiflich, wie die Herren Chance i» ver-hältnißmäßig so kurzer Zeit von wenigen Monaten znr Verglasnng des AnsstellungS-gcbäudeS 000,000 bZFuß ?, Linien dicken, 40 Zoll langen, ganz gleichmäßig gear-beiteten 10 Unzen Tafelglases im Gewicht von 450 Tonnen oder 000,000 Pfd. zuliefern vermochten.

Die Herren Chance fertigen die zu ihren Gläsern nöthige Soda selbst. Voneinfach, sowie von doppelt kohlensaurem Natron stellten sie sehr große reine undschöne Krystalle auS, sowie auch von schwefelsaurer Talkerde, welche sie bei der Dar-stellung des kohlensauren Natrons als Nebenprodukt erhalten.

Die Preise der Chanceschen GlaSsorte», »nd zwar die Erportpreise, sind nachstehende: