Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
468
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468 XXVIII. Klasse. Arbeiten auö Thier- und Pflanzensteffcn.

L. I. Massue, 3 Rne Amnair, Paris , Fabrikant (Nr. 615), cinc große Sann»lung gut gearbeiteter Elfenbeinkäninie.

Wotf, 2 Rne St. Appoline, Paris (Nr. 744), verschiedene geschnitzte Elfenbcinarbeiten.

c) Aussteller aus dein Zollverein.

Ludwig GciSniar und Comp., Wiesbaden, Nassau (Nr. l3), ein Elfenbein-becher mit Figuren in Haut- und Basrelief; der dargestellte Gegenstand ist Christus,die Kinder segnend. Desgleichen Broschen und Armbänder, die mit vielem Ge-schmack aus Elfenbei» geschnitzt sind. (Vergleiche weiter unten Abtheilung III.ntttcr l) Seite 474).

>1) Aussteller aus Oesterreich .

August Haben icht, Wie» (Nr. 376). Unter vielen Artikel» für Nähkästchenund Toilettentische befanden sich auch einige sehr schön gearbeitete Elfenbeinkämmc.

Dreher, Wien (Nr. 668), elfenbeinerne Schachfiguren, Billardbälle, Salat-schecre» aus Elfenbein und andere kleine Gegenstände.

o) Aussteller aus Nordamerika .

I. Pratt und Comp., Meriden, Conneeticut (Nr. 567), Elfenbciiifurnicr aufeiner Maschine geschnitten, welche die Aussteller erfunden haben. Ein Furnier war12 Zoll breit »nd 40 Zoll lang. aus einem Zahne.

John Fenn, New-Iork, Fabrikant (Nr. 111), eine Sainmlung verschiedenerElscnbcinartikcl, welche sehr sauber gearbeitet waren. Der ausgestellte Kamm hattc150 Zähne auf 1 Zoll Länge.

2. Britisches Elfenbein.

Diese Substanz war durch Henry Brow», 187 Whitechapel Road (Nr. 46),ausgestellt; dasselbe dürfte als eine wichtige und schätzbare Entdeckung zu betrachtensein, indem es in vielen Fällen das ächte Elfenbein ersetzen wird. Unter den mannigfaltige» Einsendnngc» zur Klaffe XXX. befanden sich auch Proben von käustlichcm Elfenbein von I. Gear (Nr. 245); es sollte für Malerei in Wasserfarbenbrauchbar sei».

3. Schildpatt »nd Horn.

Schildpatt wird von mehreren Arten der Schildkröten, daS beste von derCarette, ll'ostuda imbricata I.. gewonnen. Es ist znr Verfertigung vieler Artikel, diesich in ander» Klaffe» der Ausstellung befanden, angewendet worden. Man benutztes zu NrbcitSkästen, Uhrgehäuse», Thee-, Schreib- und Kartcnkästen, Brillengestellenund zn anderen Dingen mehr; auch werden Kämme daraus gefertigt, welche inKlaffe XXVIII. ausgestellt waren.

DaS Schildpatt wird, wenn die Thiere aus den Schale» genommen worden,also gewonnen: man hält die Schalen über glühende Kohlen, wonach sich das Schild-patt, der hornähnliche Ueberzug, von den darunter liegenden knochigen Schildernleicht ablösen läßt. Die Dicke ist verschieden von 4 bis ^ Zoll. Sämmtliche 13brauchbare Blätter wiegen von größeren Thieren 7 bis 6 Pfund. Unterwirft mandas Schildpatt einer Untersuchnng durch das Mikroskop, so sieht man, daß es auszusammengedrückten Zellen besteht, welche durch die Einwirkung einer warmen Lösungvon Pottasche cinc runde Form annehmen könne». Durch Wärme wird dasSchildpatt erweicht und kann in diesem Zustande durch Pressen jede beliebige Formannehme». Auf diese Weise werden Platten dargestellt, die nach dem Abkühlen undReinige» mittelst einer Maschine zn Kämmen oder andern nützlichen Artikeln ver-arbeitet werden.

Die Sammlung, welche Richard Peters und Sohn, anS Birmingham(Nr. 131), ausstellte und welche einer andern Klasse angehört, giebt Beispiele nütz-licher Anwendung des Schildpatts.