476 XXVIII, Klasse. Arbeiten aus Thier- und Pflanzcnstoffen.
tigt; verschiedene Sammlungen solcher Artikel waren ausgestellt, Folgende Aus-steller erhielten ehrenvolle Erwähnung:
Nelson und Butters, Montreal, Canada (Nr, 85); D. Pastorelli, Arcidosso in ToSkana (Nr, 35); R, Warner und Comp,, Boston (Nr, 43t),
Besen, aus diesem Material« gefertigt, waren in der kanadische» und Ameri-kanischen Abtheilung ausgestellt,
2, S troharbeitc».
Die Strohhüte und sonstige Kopfbedeckungen aus Stroh gefertigt, die dazunöthigen Strvhgeflechte (Strvhbänder), sind bereits unter Klaffe XX. im II, BandeSeite 643 abgehandelt worden. Es bleibt hier nur noch übrig, der gröberen undfeineren Arbeiten aus Stroh Erwähnung zu thun, welche nicht zum Anzüge, sondernzu verschiedenen häuslichen Zwecken verwandt werden. So werden z. B, Seile,Matten, Teller, Pinsel und Backschnffeln für Bäcker, Hand- und Bienenkörbe, Was-sereimcr, Kränze (für Apotheker und Chemiker), Tischplatte», Teppiche, Feuerschirme,Schachteln und Büchsen, Kästchen, Fächer, Blumen u, a. m, aus Stroh gefertigt,Sessel und Stühle mit Stroh befischten, ja sogar Tabackspseifen und Kerzcndöchteaus diesem Materialc dargestellt. Man hat endlich auch zum Polstern Stroh ge-braucht, theils und sehr gewöhnlich im rohen, theils auch in einem verfeinerten Zustände, indem man es durch Behandlung mit Lange in eine fasrige Substanz um-wandelt.
Von Stroharbeiten vorgenannter Art waren gleichfalls Ercmplare ausgestelltund befanden sich solche theils unter den Einsendungen/ welche in Klaffe XX, Er-wähnung gefunden haben, theils besonders aufgestellt.
Ausgestellt waren unter Andcrm ans dem Zollvereine von:
E, d'Heureuse, Berlin (Nr, 244), eine Tafcldecke von Italienischem Gestecht(ll Halm), mit Stroh und Manillahanffäden gestickt, das Stück zu 85 Nthlrn,
Der Direktion der Strafanstalt in Herford , Westfalen (Nr, 721), Kästchen mitStrohverzierunge», Preis 15 Rthlr,
I, M, Reinhardt zu Mainz (Nr, 54 Hesse»-Darmstadt ) Strohstühle in Nuß-baumholz, das Dutzend zu 32 bis 54 Gulden; Sessel, das Stück zu 5^ Gulden,
I, Faist und Steinhäuser i» Schramberg, Württemberg (Nr. 54), des-gleichen von der Strohmannfaktnr daselbst Strohwaarcn aller Art,
I, Carl Barthel, Frankfurt a, M. (Nr, 5), Strohtcppich, Sahlbandtcppich,Aus Belgien von:
A, Bertani in Brüssel (Nr. 477) eine Mosaik-Tischplatte aus Stroh gefertigt.Aus der Schweiz von:
Snlzberger und Akermann zu Meistcrschwanden (Nr, 234) Strohseile,Cigarrentascheu, Strohverzierungcn, gebleichtes Stroh und Spahu,
M, Bnttigieg (Nr, 3l) Strohmatten und Gestechte aus Stroh,
Von der Insel Mauritius sendete das Handelshaus Balkfield und Comp,Matten und Verzierungen aus Stroh, welche auf den SechelleS-Jnseln gefertigtwaren; ferner Körbe, Vasen, Blumensträuße,
Arbeiten in Stroh und Binsen, als: Matten, Decken, Sättel, Säcke zum Be-laden der Kamele und Pferde,
Von den vorstehend Genannten erhielten d'Henrciisc, Sulzbcrger undAkermann wegen dieser und sonstiger Arbeiten in Stroh, welche unter Klaffe XX.angeführt worden sind, die PreiSmcdaille,
3, Waldwolle und Fabrikate aus diesem Material«,
Einer der verbreitctsten Deutschen Waldbäume, die Kiefer (?i,ms ^ivestiis),erzeugt in seinen Nadel» außer verschiedenen andern Substanzen ein fasriges Mate-