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XXX. Klasse. Werke der schönen Kunst.
d. Malerische Glasgemälde.
Marcchal und Guynon aus Metz (Nr. 329.). Pestkranken wird da« Abend-mahl gereicht. Mit ungemeinem Erfolge sind hier die Eigenschaften eines Gemäldes,Haltung, naturgemäße Zeichnung und Ausdruck wiedergegeben, und von der Kraft und.Klarheit der Farben, wie die Glasmalerei sie darbietet, aller Vortheil gezogen. Einmännliches Bildniß hat dieselben Vorzüge in einem noch höheren Grade. Preismedaille.
c. Kolorirte Zeichnungen für Glasmalereien.
N. A. Galimard zu Paris (Nr. 228.). In seinen Zeichnungen ist der archi-tektonisch-kirchliche Styl sehr glücklich mit einer gewissen Naturwahrheit verbunden.Ehrenvolle Erwähnung.
4. Eingelegte Arbeit in Metall.
I. Roucou (Nr. 1880.), verschiedene Waffen, z. B. Pistolen, zeigen eingelegteArbeiten in Gold und Silber von höchst gewähltem Geschmack und seltner Meister-schaft. Preismedaille.
5. Die nationale Manufaktur der Gobelins und der Tapetenfabrik
Diese berühmte Anstalt, aus welcher eine so große Zahl von Kopien »ach Bil-dern ausgezeichneter Meister hervorgegangen, ist hier besonders durch zwei Stücke ver-treten gewesen. Das eine derselben stellt, nach Raphael's FreScogemälde in demPalaste der Farnesina zu Rom , Psyche dar, wie sie mit dem Gefäße, welches sie aufGeheiß der Venus aus der Unterwelt geholt hat, von Genien emporgetragen wird.Das andere ist die Kopie des bekannten Gemäldes von Horace Vernet , welchesAli Pascha vorstellt, wie er der Ermordung der Mamelucken zusieht, die auf seinGeheiß von seinen Fußtruppen erschossen werden. Beide geben die Gesammtwirkungder Originale getreu wieder, und auch den geistigen Gehalt in dem Grade, wie esvon so rein mechanischen Mitteln bei billigen Ansprüchen zu erwarten ist. Die großeVerdienstmedaille in Verbindung mit der Klaffe XIX.
6. Verschiedene Arten der Druckerei, als Lithographie undL i t h o ch r o m i e.a. Lithographie.
R. I. Lemercier (Nr. 558.). Eine Anzahl von ihm ausgestellter Lithogra-phien gehören durch Kraft, Tiefe der Schwärze, Feinheit der Abstufung, wie in derallgemeinen Haltung zu dem Ausgezeichnetsten, was in dieser Kunstweise bishergeleistet worden ist. PreiSmedaille.
d. Lithochromie.
Engelmann und Graf (Nr. 192.). Diese berühmte Firma hat durch eineReihe vortrefflich ausgeführter farbiger Steindrucke ihren Ruhm vollständig behauptet,und hätte billig eine Preismedaille verdient.
c. Buntdruck von Holzstöcken.
G. Silber mann in Straßburg (Nr. 374.). Derselbe hat diese Weise erfun-den, und die ausgestellten farbigen Drucke leisten allerdings in jedem Betracht Außer-ordentliches. PreiSmedaille.
Obwohl die Facsimiles von Miniaturen und Initialen aus alten Manuskripten,welche der Graf Auguste de Bastard aus Paris ausgestellt hatte, wegen der außer-ordentlichen Treue und der seltenen Geschicklichkeit, womit sie gemacht sind, die größteBewunderung verdienen, hätten sie doch, da sie meist mit der Hand gemacht werden,nicht wohl zur Ausstellung zugelassen werden müssen (Nr. 1717.)
') Bekanntlich im Laufe des ZahreS 1852 gestorben.