Band 
Dritter und letzter Theil.
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695
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K. 168. Lebeiisbebürfnisse, Lejfentliche Bergnügniigen. tz95

Durchschnitt-preis der beste» Fleischarte» auf dem Smithfielb-Markte:

1850: 1851:

Rindfleisch 3 Schilt, oz Pcc. 3 Schilt. 6 Pce. 1

Hammclflcich 4 - > - 4 - s; - > pr. Stein Von 8 Pfund.

Kalbfleisch 3 - 8^ - 3 - - )

Durchschnittspreise der LebrnSinittel in 30 der Londoner Armenbezirke:

1850: 1851:

Fleisch (ineat) 4 Schilt. 11^ Pce. 5 Schilt. 1 Pcc. pr. Stein von 14 Pfd.

Brod.10 - 2?; - 10 - - pr. Centner.

Waizenmehl. . 30 - 1s; - 30 - 0^ - pr. Sack.

Milch. 1 - 3^ - 1 - 3 - pr. Gallone.

Käse.30 - 2^ - 35 - 9 V - pr. Centner.

Kartoffel» ... 80 - 11^ - 77 - 1s; - pr. Tonne.

Die durch den General-Registrator der Geburts- und Todesfälle publizirtenwöchentlichen Listen zeigen im Vergleich mit dem Durchschnitt der 10 letzten Jahreeine Zunahme der Sterblichkeit im Februar und März des Jahres 1851,welche den Sommer hindurch und bis zum Anfang des Herbstes, aber in einem ge-ringeren Grade, fortdauerte. Man muß jedoch bedenke», daß das stärkere Auftrete»der Krankheiten im Frühjahr und Sommer der Rauhhcit der Witterung zuzuschreibenwar, und daß im Monat Juli, als sich der Sommer fühlbarer machte, trotz derreißend schnell zunehmende» Zahl der Besucher die Sterblichkeit abnahm.

Die Gesammtzahl der Todesfälle in den 20 Wochen bis znm 27. September185l war 25,980, und der Uebcrschnß über den zehnjährige» Durchschnitt (niit Be-rücksichtigung der Zunahme der Bevölkerung) 493. Bon diescm Ueberschuß an To-desfällen kvnimen die meisten aus den Anfang der Periode, indem die späteren Wochenentweder unter, oder nur wenig über den Durchschnitt blieben.

Die von den 1l Hospitälern und von 13 der bedeutendsten Apotheken eingelie-ferten Krankcnlisten zeigen vom 1. April bis 30. September

1850: 1851:

Patienten im Hause .... 14,742 15,359

- außer dem Hause 177,092 195,950

192,434 211,309

Aus diesen Ziffern ergiebt sich eine Zunahme der Arzneigebraucher von 9,8Prvz.;nimmt man jedoch die Hospitäler und Apotheken in der City, in Southwark undJSlington aus, so beträgt der Zuwachs nur 2,9 Proz. Indessen rcpräsentiren jeneZahlen nicht den vollständigen jährlichen Umfang der von Seiten der öffentlichenAnstalten der Hauptstadt behandelten Krankheiten.

Öffentliche Vergnügungen und Sehenswürdigkeiten. Wenn auchdie große Ausstellung während des SomnierS 1851 in London die hauptsächlichsteAnziehungskraft ausübte, so war sie doch nicht der einzige Gegenstand der öffentlichenAufmerksamkeit; die verschiedenen nationalen Kunst- und GeschichtSdenkmäler, dieGemälde- und Skulpturengallerien, die wissenschaftlichen und populären Sammlun-gen wurden mit außerordentlichem Eifer besucht. Glücklicherweise war man demPublikum hierbei schon im Voraus entgegen gekommen, indem man den Zutritt zuden meisten öffentlichen Gebäuden erleichtert hatte. Namentlich wurden auf den An-trag des Preußischen Gesandten, Ritter Bunsen, die fremden Gesandtschaften inLondon ermächtigt, ihren Landsleuten vermittelst ausgestellter Karten freien Zutrittzu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu verschaffe».

Aus der folgenden Tabelle ergiebt sich die Zahl der Besucher in jeder Gallerteund jedem öffentlichen Gebäude, von welchem es möglich gewesen ist, Listen zu bekommen,während der 0 Monate April bis September. Hierbei ist noch zn erwägen, daß dieseBesuche meistens, mit wenigen Ausnahme», einmalige, nicht wiederholte, waren.