Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
721
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tz. 172. Uebersicht der Auszeichnungen. 721

Die vorstehende Tabelle weiset nach, daß ursprünglich 171 große Verdienst-medaille», 2954 Preismedaillen und 2123 lobende Erwähnungen, zusammen 5248Auszeichnungen zuerkannt und in die veröffentlichten Listen aufgenommen wurden.ES befinden sich darunter 8 große Verdienstmedaillen, welche nicht auf eine einzelneKlaffe beschränkt waren, nämlich zunächst an den Prinzen Albert für den ursprüng-lichen Plan und die erfolgreiche Ausführung der Industrie-Ausstellung verbundenmit seiner Ausführung eines MnsterhauseS für Arbeiterwohnungen; sie ist in vor-stehender Tabelle denen der VII. Klaffe eingereihet.

Sodann der Handelskammer zu Lyon für die Darlegung der von ihr mit herbei-geführten Fortschritte in der Seidenmanufaktur durch eine Probensammlung; sie istvorstehend den Auszeichnungen der Kl. XIII. eingereiht.

Endlich der Ostindischen Kompanie, der Türkischen StaatSregiernng, demPascha von Aegypten, dem Bey von Tunis, dem Französischen Kriegsminister alsVerwalter von Algier und der Spanischen StaatSregiernng für die durch ihre Pro-dnktensaminlnngen bewirkten Darlegungen der natürlichen HülfSqnellen der von ihnenverwalteten Länder: sie sind vorstehend den Auszeichnungen der Kl. IV. eingereiht.

Es war nicht möglich, bei dieser ersten Industrie-Ausstellung aller Völker mitderjenigen erschöpfenden Kenntniß der Prodnktivnsverhältniffe der konkurrirenden Ge-biete und der Leistungen der einzelnen Aussteller überall zu verfahren, und die Zner-keiinung der Belohnungen dem Umfange und dem Werthe der Leistungen i» demMaaße anzupassen, wie dieses bei den Industrie-Ausstellungen einzelner Völker er-reichbar ist, und auch jetzt von manchen Französischen Preisrichtern als wüuschens-werth bezeichnet wurde.

Die für jetzt unüberwindlichen Schwierigkeiten einer so weit gehenden Beurthei-lung und Zuerkennung zeigten sich, »»erachtet, wie die obenstehendcn Regeln ersehenlassen, die beiden Medaillen verschiedene Arten des Verdienstes bezeichnen soll-ten, und demgemäß die große Verdienstmedaille lediglich für neue Erfindungennud neue Verwendungen von Materialien vorbehalten war, auch schon bei der da-durch sehr vereinfachten Abstufung.

Einer günstigen Darlegung der Deutsche » Erzeugnisse vor den Preisgerichtenstanden verschiedene Hindernisse entgegen. Zu diesen Hindernissen gehörte es zu-nächst, daß der Deutsche Gewerbestand bei den Einsendungen zur Industrie-Aus-stellung nicht einen gleichen Aufwand von Thätigkeit und Geld der Sache ge-widmet hatte, wie dies bei den beiden anderen Hauptnationen, den Englän-dern und Franzosen, der Fall war; so daß im Allgemeinen die Erzeugnisse unddas Arrangement der Aussteltnngsabtheilungen dieser beiden Völker glänzender undfür das Auge bestechender sich darstellten, als dies bei den Deutschen Ausstellungs-abtheilunge» zu erreichen war- Sodann war es in persönlicher Hinsicht hinderlich,daß, während England und Frankreich zu den Jurygeschäftcn die ihnen vorbehaltenenJurymitglieder, bei deren Auswahl aus alle einzelnen Industriezweige volle Rücksichtgenommen war, gleich bei der Eröffnung der Juryverhandlungen zur Verfügung ge-stellt hatten, von Deutscher Seite nur eine unzureichende Zahl von Kommissarenernannt war, und auch diese zum Theil erst gegen das Ende der Juryverhandlungeneintrafen.

Endlich standen auch bei den Deutschen einem einheitliche» Zusammenwirkenniehr Schwierigkeiten, wie bei den anderen Hauptvölkern entgegen. Indessen ist denLeistungen der Deutsche » Aussteller doch eine erfreuliche Anerkennung geworden.

Die obenstehende», dem amtlichen Berichte der Britischen Kommissare vom24. April 1852 entnommenen Prämienverzeichniffe haben namentlich bei Deutschland noch einige Berichtigungen dadurch erfahren, daß auf geschehene Reklamationen underfolgte Recherchen sich noch einige, bei den Juryverhandlnngen ebenfalls zu Aus-zeichnungen empfohlene Personen herausstellten.

III.

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