Das dritt buchclxfewt oder übelbekleid vnd überkamen bey dem groben leben solich groß vn̄starcke cörper, dassich alle andere lender ab inen verwunderten. Serkey-ser Julius schreibt auch in seinen Commentarien, daß der Teütschen lebenvnd wandel etwan allein gestanden sei in jagen vnd kriegen, jre narźg wasmilch/ kaͤß vnd fleisch. Sie gebrauchten sich aller freyheit, dann von kindDie Teütsche auff zug man kein menschen zür zucht oder an den hantierungen, man ließ einhand keineretlichs machen was es wolt. Es was niemant mit sorg oder forcht beladen,zucht geacht.vnd daß gab inen solich groß krafft das sie so groß vnd starck wurden. San̄wo ein iung mensch in grosser sorg vn forcht sthat, werden seine krefft geschwe-chert/ vnd magnit so wol am leyb triegen vnd zuͤnemen/ als wann erfrey we-re Sie kümmerten sich nit vil mit feld arbeit, auch ward inen das nit gestattet von jrer oberkeit, domit sie nit zu vil liebe zuͤm acker überkement, vii würdevnderlassen der flyß zu dem krieg. Seß gleichen ließ man sie kein höflichen bawvff richten oder liebe zu dem gelt inwortzeln, daruß dann zertrennung vndpartheyen erwachsen, sunder sie müsten alle gleich arm vnnd reich sein, her-vnd knecht, vnd das behielt sie so lang beyeinander, ehe sie den Römern mochten vnderworffen werden. Aber als bald sie liebe zu dem gelt überkamen,was es mit inen geschaͤhen/ wie dan̄ Herodianus von jnen schreibt/ das sie vnder dem keyser Alexandro gelt namen vnd machten friden mit,rem fyend.Von fruchtbart eyt deß alten Teijtschen ertrichs.Vornelius Taoitus do er von dem Teütschen ertricß schreibt, gibt er immit vil lobs/ dann er spricht es sei ongestalt/ wuͤst/ rauch, onertig, vnd ligevnder einem rauhen himmel. Es ist zum grössern theil mit welden vndwildnussen überzogen/ hat vil ongeschaffner sumpff, mangelt der fruchtbarenbaͤumen, aber ist reich an vich. Sas ertrich ist ongeschlacht zū affen nutzba-ren dingen, hat weder gold noch silber, vnd darumb wirt es von jederman ver-acht. Seß gleichen schreibt Seneca im bſch de gubernatione mundi. Teütschland sprichter ist voll er vmbschweiffender leiit, do ist ein ewiger winter/ ein finsterer himmel/ ein onfruchtbar ertrich/ kein hauß sunder all ein hütten mit plet-tern vnd halmen gedeckt, die ynwoner tantzen vff den gestornen seen vmb-her vnd leben aff ein vom gewild wo sie die nacht oder muͤde begreifft, do istje hauß, ein übel bekleidt nackend volck. Sehe zu/ ein soflichland hand beses-sen vnsere großvätter vnd vorfaren, vnnd diß hand die Römer geschribenvon vnserm edlen vnd fruchtbarsten land, nach dem sie doch so lange zeitvnd mit solchem grossen kosten gefochten hand. Ist aber kein wunder, dan jekeiner hert es recht gesehen. Es ist wol war, das das Teutsch land dozuͤmalonerbauwen ist gewesen an stetten vnd flecken, ongepflantzt an weinreben vnfruchtbaren bäumen, onersucht am gold, silber, eysen, vnnd andere metall,das es aber datumb ongeschlacht vnd onertig sey gewesen, vn̄ ein onmulten,rauhen vnd ongnädigen himmel hab gehabt, wirt nit daruß folgen. Sieliessen die erden mit fleiß onerbawetligen spricht Julius, domit sie staͤts zůmkrieg bereit wären. Ich glaub hett man das feld dazumal wie jetz gebauwen/man hert
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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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