elxiVon dem Teutschland.man hett eben so vil frucht vnd kostlichen wein daruß bracht wie jetznt. Seßgleichen, hett man den metallen nachgraben, man hett sie als wol als jetzuntgefunden. Es sey dann daß das ertrich durch verruckung der himmel zu ei-ner zeit etwas vermög/ dzes zu einer andern zeit nit vermag, oder das Gorrder herr domit woll anzeigen die blödigkeit vnd onbestedigkeit menschlicherding/ das nichts vff errich so scheinbar vnnd hübsch ist, das nit et wan zer gågvnd onnichts werd vnd widerumb nichts so veracht, ongeschlacht vnnd onfruchtbar, das nit durch Gott zu einer andern zeit begabt werd mir überflußder güter. Also krefftig ist das wort Gottes, das im gehorchen aff e element. Die krafft desSo er yß geüßt seinen segen, vnd auff thut seine hand/ bringt das ertrich sei- wort Gottes.ne frucht, vnd werden alle ding erfult mit den gütern Gottes. Vnd widerüb-so er den fluch gibt vnd seine hand zu thuͤt, wirt das ertrich onfruchtbar vndverderben alle ding. Wie wir dann auch finden, das in Asia vnnd Africavil lend jetzunt wuͤst vn̄ onerbauwen ligen, ꝺo doch vorzeiten ein kostlich guͤter boden ist gewesen. Schaw an die groß, trefflich vnnd namhafftig statt Baby-Babstonlon, die aß e künigreich übertroffen hat, dieVonist nach der weyssagung Jsaie wuͤst worden/vn̄ verkert in ein wonūg der ꝺachen schlan-gen/ syrenen vnꝺ andere wilden thier. Vansagt auch ꝺz Egyptem land nit mere sey dases etwan gewesen ist/ dan̄ züm groͤssern theilligt es öd, daß man auch nit wol hardurchwandern mag. Dargegen erfindt es sichLondres auch an manchem oot wo etwan vorzeiten„—CeS. A.ein grosser ongeschlachter sumpff ist gewe-ME. E. Ed. A.FJsen ist nachmals ein fruchtbar ertrich erstantden. Also mag ich nun auch von dem Teütschen land sagen. Ist es war wiedie Roͤmer vn̄ auch Strabo daruon geschriben hand, das es so ongeschlacht,ruch/ vnnd onertig ist gewesen, hat sich darnach deß himmels vnfluß vmb-kert, vnd ist das land also geschlacht vn so fruchtbar worden, das es auch kei-nem andern land in noturfftigen dingen nach/ sunder fur ghar. Es hand wol et-lich ander länder ein geringern oder senfftern winter vnnd edlere frücht, aberhand dargegen ein heissern summern, daruß dann kumpt, das die frucht auchbald verdirbt, vnd vil gifftiger vnd schädlicher thier doselbst gefunden wer-den/ darumb mag nit bald geurtheilt werden, welches land dem andern sollvorgesetzt werden. Daß laß ich nun hie anston, vnd komm widerumb zu vnserm Teütschland. Wie wol Cornelius vnnd auch Seneca vil geschribenhand von onfruchtbarkeit deß Teütschen lands, das es ein onfurchtbarenboden vnd onmulten Himmel hab vnnd Harzu durch die zornigen götter be-raubt sey worden des golds vnd silbers/ hab doch vil vichs aber klein vn̄ nitfast gerad, sähen wir dochjetz zu vnser zeit das wider spyl, das wir gemeinlichenein günstigen himmel hand, vnd ein geschlachten boden. Sie bühel bringenvns was vns lieb ist, wir hand hübsch vnd lustige weld, überfluß der frucht,weyntragige berge, groß vnnd klein fliessende wesser die das ertrich begiessen,lustige, wolschmeckende vnd gesunde bronnen, vil quellen heisses wassers, vilsaltz gru-D iii
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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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