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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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CXCVII
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FünsteriVotreexcvijVon dem Teutschland.man mit namen Weinradus zu predigen das Euangelium den menschen in Diuonia oder Lyfland vn̄richt auch ein bisthům vff in der statt Riga . Er wonet ein güte zeyt do/ bißer die sprach gelert/ aber er hett vil widerstands voͤ denboͤsen biß zu letst vmb das jar Christi 1200. vil in bilger weys hinyn zuͤgen/ vndhülffen das land mit gewalt zum glauben bringen. Sie kleideten sieß auch miteinem besundern geistlichen kleidt/ daran sie ein zeichen ließen machen gleich alsein schwert, vn̄ wurden die Schwert bruder genent,gleich wie etlich andern geistlichen creiitzer an die kleider machten, vnnd dar von Creütz brüder genentwurden. So aber diesch wert brüder jr furnemen nit Schwert brzuͤmend mochten bringen durch sich selbst allein/ ha-ben sie sich geschlagen zu den Teütschen herren vonPreüssen, die brachten es hindurch, vnd namen auchdas landyn.Anno Christi 1750. vnnd auch dar vor haben dieTeütschen Berren auß Preüssen manch mal vnderstan-den das volck in der Littaw zum Christen glauben Bringen, aber mochten lange Littow ist zumZeyt nichts schaffen. Ein mal erschlügen sie acht rausent onglaubiger vii fiengen glauben komen.vil, die sie mir jnen in Preiissen fürte, do mit sie getaufft wurden vnd lernetenChristlich ordnung vn̄ darnach den jren möchten sagen, daß vnser glaub nichtsschwers vff im trûg/ sunder in rechter miltikeit stund. Sann es was der heyligglaub also bey inen geschmecht, gleych als begriff er in im schwere vnnd herteding/ das sie sich darab entsetzten/ vnd in in keinen weg annemen wolten. Aber derfund halff auch nichts. Es verlieffen sich noch vil schwerer krieg biß zu de jareChristi 1386. do war der künig mit einem grossen theil seines volcks getaufft.Aber hie außen vff dem Rhein im Elsaß , ist zu den zeyten sant Peters desaposteln der Christe glaub gepredigt, vn von etlichen angenommen worden.Sane der heylig Peter schickt über das gebirg vff den Rheinstrom VaternumEucharium vnnd Valerium das sie den Teütschen verkündeten Christumden herren. Vnnd als sie im Elsaß fruchtschufen, zerbrach sant Oatern mit S. MaternaHilff der gleubigen, die er bekert hatt ein trefflich ort, das do zu mal Nouientumvorstaber ietzunt Ebersche Dünster heißt, nit weyt vn Schletzstat gelegen, wo derkayser Julius ein herlichen abtgöttischen tempel hat gebauwen, vnnd seynengöttern do hanck saget vmb den sieg so er wider die Gastiern erlangt hat. Sarnach züg sant Vatern ghen Straßburg , vnd wolt auch do selbst die abgotte-rey außreüten, aber er ward auß der statt vertriben. Bald darnach ward er vnder wegen kranck vnd starb. So ward er mit grosser traurikeit begraben anDas ort das man ietzunt Element, aber nach wenigen tagen ward er mit santPeters stecken wider vff erweckt, daruon vil menschen sich bekerten zum Chri-sten glauben. Sarnach bauwet er ein gotzhauß nit fere von Molßheim, vndzum schwerennent es Somum Petri/ Das man noch zu vnsern zeyten nent im TeütschenSomphieter. Bald darnach do der Christen Durchachtung erstund, fielen die Dompeter imbekerten widerumb vnd dem glauben, biß über etlich hundert jar/ do verschrif-im Elsas.fen die künig von Franckrich, daß das Elsas vnnd andere über Rheinischlender züm Christen glauben wider gebracht worden, Sihistory von sant Pa-ternR iii