Das dritt buchceWann der iüngling zu vierzehen jaren kompt/mag er wol ein eelich weyb nemen on seins vattersEwillen, also ein tochter die zuͤ zwölff jaren kommen istmag ein ceman nemen.Es mag niemant pfleger sein, er sey dann fünffvnd zwentzig jar alt. Sen pfleger nent man etwanvormünder, etwan vogt etwan behalter/ etwan sallate. Sie alle sollent getreuw leiit sein. Es mag keinkind vnder vierzehen jaren on seinen pfleger etwasthůn/das steer seihe.Verspilt ein kind seins vatters guͤt, dieweyl es nitaußgesteüert ist/ vn ist vnder xxv. jaren, man muͤßespeter que rusEes dem vatter wider geben.Ein ietlich iüngling soll pfleger haben vntzerWyv sar alt wirt. Sie weyl soff er nichts thuͤn on seinen pfleger mit seinen guͤt.Ein weyb mag on jrs mans vnlaub/ ires guts nichts hingeben/ weder eigennach leypgeding/ nach zinßgut nach varende gut. San er ist ir vogt.Ser keyser mag in allen landen nit gesein, vnd mag alle ongericht nit ver-Fürsten des keysers amptleiit. richten, So von so leyhet er den fürsten vnnd den grauen vnd andern Herrenweltlich gericht.In Teütschen landen hat ietlich land seinen Pfaltzgrauen. Sachsen hat einen/ Baiern auch einen, Schwaben einen vnd Francken einen.Der Römisch kunig soll mit recht disser her-schafft Naggraueschafft, Pfallenzgraueschafft, odergraueschafft keine in seiner gewalt habenjar vnndtag er soll sie hinleihen, thut er das nit, das klagendie fürsten vnd andere daß inen gebrest, dem PfaltzPfalggrauegrauen von Rhein wan der ist zu recht richter überam Rhein .den künig vnd do von hat die Pfallentz vil ere.Als man den künig kieset, sol er dem reych hülden,schweren, vnd soff im eid nemen vier ding, nemlich,uenntzdaß er das recht stercke das onrecht bekrencke, dasreych alzeyt mere vnd nit aͤrmer mach.Andere vil landrechten so in Teütscher nation ge-macht seind, vön erben, von burgschaffte, von gezeitgen, vō morgengabende, vô leybgeding, von heimsteür-von todleib/ vnd rechtlosen leiite, von gewonheiten, vnd der acht, von oneelichen kin-den/ von pflegern/ von eigen leiiten, von der notwere/ etc. laß ich hie faren. Wer diele-sen will derlug daß er das gemelt buch überkom/ oder nem für sich den Sachsischen spiegel, in de der Sachsen landrecht beschriben werden, die fast zuͤstimmenmit den landrechten so der Schwäbischen nation vorgeschoben seind vonden zey-ten an do Teütschland zum Christen glauben kommen ist. Es seind die Teürschen do zumal gar onbaͤrtig vnnd onbürgerlich gewesen, das auch den Christlichen künigen von nöten ist gewesen, inen gesatz geben von kleinen dingenvnnd sie zu leren gleich wie die kinder, do mit ir wandel vnnd leben in ein güteordnung
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Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Münsterum: in welcher begriffen aller Voelker, Herrschaften, Stetten, und namhafftiger Flecken, herkommen: Sitten, Gebreüch, Ordnung, Glauben, Secten und Hantierung durch die gantze Welt und fürnemlich Teütscher Nation ...
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