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Nicht lange nachher huldigte ihm auch der Graf von Greyerz, und Ulrichvon Aarberg gab ihm die Schlösser Arconcie und Jllens. Allein, nacheinigen Jahren kehrte Peter nach England zurück, und wurde von hier,^ im Jahre 12H7, nach Frankreich geschickt, um den Waffenstillstand zuverlängern. In demselben Jahre nahmen ihn die Städte Murten undVivis zum Schirmherr» an. Im Mai 1259 schenkte ihm Kaiser Richard,zu London Burg und Städtchen Gümminen zwischen Murten und Bern,und im folgenden Jahre bei seiner Rückkehr aus England räumte ihmam St. Laurcnzentage 1260 der Bischof Johann von Lausanne, dieHälfte seiner Einkünfte und Gerichte in der Stadt und Vorstadt Lau-sanne ein, und eben so trat ihm im folgenden September der Bischofvon Sitten nebst einigen Schlössern alles ab, was er in der unternStadt Morges besaß.
Mittlerweile war dem im Jahre 1253 verstorbenen Grafen Ama-deus IV. sein Sohn Bonifacius, ein neunjähriger Knabe, gefolgt.Allein Bonifacius, obgleich ein tapfrer Fürst und schon in zarter Jugendvon so kräftiger Leibesbeschaffenheit, daß ihm die Zeitgenossen den Bei-namen Roland gaben, war in einem zur Bekämpfung der empörten StadtTurin unternommenen Zuge unglücklich gewesen. Karl von Anjou fielnämlich während desselben in Piemont ein, und bemächtigte sich jenerHauptstadt, vor welcher Bonifacius 1262 geschlagen und gefangen wurde,und bereits im folgenden Jahre 1263 in der Gefangenschaft unvermähltstarb. Nach dieses jungen Fürsten Tode erhoben zwar seine SchwesternAnsprüche auf die von ihm besessenen Länder. Allein nach der damalshergebrachten Erbfolge erhielt ihr Oheim Peter Graf von Romont,und Richemont den Vorzug sowohl vor ihnen, als vor den Söhnen desGrafen Thomas von Maurienne und Flandern seines ältern Bruders,da dieser letztere bereits im Jahre 1259 verstorben den Todesfall seinesNeffen nicht erlebt hatte, und das Vertretungsrecht seiner Söhne nachdamaligen Grundsätzen noch nicht anerkannt war. Peter folgte also im' Jahre 1263 seinem Neffen Bonifacius in der Herrschaft der Savoyischenj Länder nach, und begann seine Regierung damit, daß er Turin wiedereroberte, und seinen Sieg mit Edelmuth und Mässigung benutzte. Baldnach diesem Feldzuge kehrte er nach England zurück und erhielt hier vomKaiser Richard am 17. Oktober 1263 die Belehnung mit allem demje-nigen, was Graf Hartmann von Kyburg der jüngere, vom Reiche zuLehen gehabt hatte. Auch wurde ihm vom Kaiser die Investitur derLänder und Herzogthümer Chablais und Aosta mit der Eigenschaft einesGeneralvikars des heiligen römischen Reiches zu Theil. Wohl mag Peterals der eigentliche Gründer der Herrschaft Waadt angesehen werden, dieindessen nicht auf ein Mal, weder durch kaiserliche Belehnung, noch durch