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I. Band.
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Gottfried von Merenberg übertragen, der den Oberbefehl bei demZuge in's Frutigenthal geführt hatte. Mittwochs vor St. Ulrich's Meß,1294, kam die Verhandlung zu Stande, laut welcher die Juden undJüdinnen von Bern alle Briese und Pfänder Herausgaben, und da siemit Wucher großen Gewinn getrieben *), der Gemeinde von Bern tau-send, dem Schultheißen Jakob von Kienberg aber fünfhundert MarkSilber bezahlen sollten **). Diesen Spruch bekräftigte König Adolf zuFrankfurt am 1. August***), und im Dez. 1294 bescheinigte Jakob vonKienberg den Empfang dieser Summe, die er in feinem eigenen Nutzenverwenden durftest). Sechs Jahre später, am 29. April 1300, wurdediese merkwürdige Uebcreinkunft selbst vorn Könige Albrecht von Oester-reich gut geheißen 14). Im Jahr 1295 erschien König Adolf selbst inBern und wurde hier auf eine glänzende Weise empfangen. Der Ver-trag vom 11. Febr. 1294 hatte indessen, wie wir bereits oben bemerkt,die feindseligen Verhältnisse mit Freiburg nicht auf lange Zeit beseitigt,Schon Anfangs April 1295 sahen sich die beiden Städte wieder imFalle, ein neues Schiedgericht wegen des bisher erlittenen Schadensniederzusetzen. Von jeder Seite wurden sechs Mitglieder des Raths hiezuerwählt, und zwar saßen Bernerischer Seits Gerhard von Graßburg,Kuno Münzer, Konrad Fischer, Ulrich von Aegerten und Johann vonLindenach, von Freiburg hingegen Herr Ulrich von Makenberg, Wilhelmvon Englisbcrg, Ulrich Ritsch, Johannes von Wippingen und Jakob undRuf von Düdiugen. Wenn sich in dem Spruche die Stimmen theilten,so war Ulrich von Thorberg zum Oberschiedrichter ernannt stich). Am29. April gab Freiburg seine Einwilligung zu einem Bunde Bern's mitSolothurn I, allein am 19. Mai mußte man schon wieder zu Laupenausis neue wegen Schädigungen abrechnenH. Im Januar 1296 beschei-nigte Ulrich von Thorberg den Freiburgern den Empfang von hundertPfunden, die sie von da her an ihn abgerichtet hatten ^).

Im Anfang des Jahres 1296 wurde der 1292 mit Ludwig vonSavoyen, Herrn derWaadt, abgeschlossene Verein auf 10 Jahre erneuert*).Im folgenden Jahre 1297 ließ sich Ludwig sogar förmlich in der Stadt

*) Wenn sie ihrer dick genossen haben.

**) Urk. abgcdr. im Solokh. Wochcnbl. Jahrg. 1828, S. i9t.

***) Urk. im Arch. von Bern und im Soloth. Wochcnbl. Jahrg. 1828, S. 181.

st) Urk. im Arch. von Bern und im Soloth. Wochcnbl. Jahrg. 1828, S. isl.

stst) Urk. im Arch. von Bern und im Soloth. Wochcnbl. Jahrg. 1828, S. 1S5.

ststst) Urk. im Arch. von Bern und im Soloth. Wochcnbl. Jahrg. 1827, S. 28g.

') Urk. im Soloth. Wochcnbl. Jahrg. 1828 , S- 186.

2 ) Urk. im Soloth. Wochcnbl. Jahrg. 1828 , S. 11o.

2) Urk. im Soloth. Wochcnbl. Jahrg- 1828 , S. 111>

H Urk. im Soloth. Wochcnbl. Jahrg. 182 S, S. 3SI.

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